Full text: Erwin Rohde

Zu S . 161 . 162 . 165 . 169 . 181 . 
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eine lehrreiche Partie aus einem Schreiben an Th . Gomperz [ delberg 27 . Mai 90 ] nachgetragen werden . 
» . . . Sie fügen eine Beobachtung über den homerischen 8u ( ió { hinzu , der ich Begründung nicht absprechen kann , ohne doch völlig den Schlussfolgerungen beizutreten , die Sie daraus ziehen . Es sieht ja wirklich bei Homer bisweilen so aus , als ob zwei Seelen nommen würden , und ^X1 ? - Aber es besteht doch ein licher Unterschied zwischen beiden , der sie nicht parallel zu stellen erlaubt . Dem werden alle möglichen Aeusserungen des pfindens und Wollens im wachen und lebendigen Menschen schrieben — - niemals der ^ " XV Die einzelnen Lebenszeichen und sozusagen Zuckungen , deren der Mensch sich bewusst wird , scheinen auf ein bleibendes gemeinsames Subject , eben den 8 - up . iç , bereits rückgeführt zu werden : das wäre also eine Hypothese auf dem biet des von u il s Psychologie genannten . Aber andrerseits wird doch wieder der 3d¡j . óí , sogut wie cppévsç , xfjp , y . pa8£ir¡ , fjtop etc . , als lediglich gebunden an den lebendigen und sichtbaren Menschen dacht , von einer Scheidung zwischen 'Leib' und 'Seele'= ist nie die Rede ( von der Ausnahme gleich ) . Der íH>n¿s etc . ist vermischt mit dem Leibe , gebunden , seiner Existenz nach , an den sichtbaren Menschen . Die 4J0X'ÏV dagegen steckt in dem sichtbaren Menschen , unbetheiligt an dessen Thätigkeit , unvermischt mit ihm , wie das Schwert in der Scheide . Und das blieb im Popularglau - ben , und im theologischen Wahn der Mystiker , die herrschende stellung : daher war ja die Metempsychose eine so naheliegende , und entweder sponte bei Griechen entstanden , oder ohne Schwierigkeit Fremden entlehnte Vorstellung . Eine solche Ablösbarkeit hat der '9 - öiiij bei Homer nicht . Er wird als etwas mit besonderem men zu Nennendes unterschieden von den 'Gebeinen' etc . : Xìtts S' ¿oTsa 9 - , roua 8è S - uiìòj tpx£T' ànò iieXécov , tèv Xôtcs tì - ; etc . : aber geschieden vom Leibe ist er n i c h t s . Er entfliegt , scheint es , wie der Duft von der verwelkten Blume u . dgl . , um zu nichts zu werden . Sein Dasein ist gebunden an das Dasein des Leibes , tiger an dessen Verbindung mit der worin eben das 'Leben' besteht . Entflieht im Tode die so entflieht gleichzeitig der : 9 - u [ ioù y . al tC'JX^Ç x * xa8ù>v — II . A 334 . Wenn in der macht die àw / Ji auf Reisen geht , ist auch der & sogut wie 'fort' , hört die Ohnmacht auf , so kommt ( mit der <W>Í ) auch der 8 - wieder : £ts irj ¡5' ä ( i7ivuxo xai èç çpéva 3 - uiiôç áyépíH ) . - —■ So entweicht im Tode zwar sogut á'r / j¡ wie 8up . cç , aber der 9 - up . ôç ; doch eigentlich nur secundärer Weise , weil die i' - i' / Ji entweicht und ohne diese der leibliche Mensch des Lebens und aller Lebensfunctionen , die tenteils in dem 9 - aixiç zusammengefasst sind , beraubt ist . Eine Stelle giebt es ( ich kenne — wie mir denn derart . Vieles entgangen sein mag — jenen Aufsatz in der Zeitschr . Mind nicht ) , die auch von jeher den homerischen Psychologen aufgefallen ist , in der der S " j ( iòs ino [ leXétov 8ó¡iov " AtSoç stoo ) geht H 131 . Das halte ich aber , in seiner Vereinzelung , für einen missbräuchlichen Ausdruck . Wenn doch tp - und <K in der oben bezeichneten Weise zugleich aus dem Toten entfliehn , wenn , mit Uebergeliung der 'b<r / r¡ , auch vom frutos
	        
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