Full text: Erwin Rohde

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Beilagen und Nachträge . 
Vergnügen an ihrem fest logischen und sichern historischen Grange« folgt [ 0 . 2 I 81 ] . Er erkundigt sich schon 1885 [ 6 IV ] , »wo man sich am besten unterrichtet über ältesten Märtyrer - und kult der christlichen Kirche , insonderheit über die Art der stellungen vom erhöhten Weiterleben dieser Märtyrer und Heiligen nach dem Tode im Gegensatz zum Vulgus der Menschen« — mals wurde zur 'Psyche' der Grund gelegt . Acht Jahr später [ 14 III 93 ] spricht er von einem Werke Schwallys über »Unsterblich - keits - ( vel quasi - ) Vorstellungen der Juden . . . Merkwürdig fangen für einen Theologen ; auch schien es recht solid fundirt« , und klagt zugleich , dass er »aus dem dicken Buche unsrers samen gottesfürclitig - schlauen Jenenser Freundes Spiess« gar nichts habe entnehmen können . Diese Hilfsstudien wirken aber in dem Buche meist nur indirekt ; alles specifisch Christliche hat R . , aus künstlerischen Rücksichten , von seiner Darstellung ferngehalten ( s . oben S . 180 ) . 
Zu S . 193 , 1 . 
Von dem Verkehr Rohde's und Ribbeck's giebt eben A . Haus - bath 'Zur Erinnerung an 0 . Ribbeck' ( Deutsche Rundschau 1902 , 5 , S . 243 ) ein anziehendes Bild . Gegen die Schlussbemerkungen des verehrten Verfassers möcht ich freilich meine Vorbehalte machen . Der color Latinus und vollends das griechische Scriptum spielen im Universitätsunterricht seit Menschengedenken eine äusserst scheidene Rolle : die etwaige Ueberspannung nach dieser Seite hin war kein „ philologischer Sport " , sondern ein pädagogischer ; die senschaftliche Unterweisung suchte und sucht ganz andre Ziele . Wenn Leute , wie Rohde , nicht mehr „ die Theilnahme der ganzen Nation erwecken " , wie einst Heyne , Wolf oder gar Creuzer — so liegt das lediglich au der „ Nation " und ihren veränderten Interessen und Aufgaben . 
Zu S . 194 ff . 
Aus einem Briefe Rohde's [ 16 VI 94 ] an Frau E . Föbster - Nietzsche , den mir die Empfängerin nach Abschluss meiner Arbeit zuzusenden die Güte hatte , lerne ich , dass Rohde schon im Beginn des Sommersemesters 1894 den philologischen Nachlass Nietzsches sehr gründlich durchgesehn hat ; die sämintlichen ihm iibergebenen Hefte hat er damals , bis auf eins , zurückgeschickt . Mit der gabe . aus diesen Heften etwas für einen Neudruck der philologischen Schriften Nietzsche's zu retten , konnte er sich freilich nicht befreunden . Dagegen erklärte er sich bereit , die Publication der »bereits gedruckten Philologica« zu überwachen , was ja nur ein sachkundiger Philolog könne . »Ich verstehe aber diese Herausgabe dann nur so , dass das schon Gedruckte einfach wiederholt werde , ohne Anmerkungen und Zusätze , selbst wo evident Irriges und Unhaltbares , oder seitdem Ueberholtes und Widerlegtes vorkommt . Eine Durcharbeitung im Sinne neuerer Forschung etc . wäre endlose Mühe und doch liche Mühe . Also wenn Sie nur einfach das Gedruckte wiederholen wollen , so will ich gern die Correcturen lesen , und etwaige Schreib -
	        
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