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Das Buch liber den griechischen Roman und Verwandtes .
Schon in den ersten Kieler Semestern liatte Rohde die besten Stunden seinem 'Roman' gewidmet . Aber erst im Spätjahr 1873 kamen die Massen recht in Fluss ; im ber konnte er Ribbeck , mit dem er »unvergesslicbe Herbsttage in Heidelberg verlebt und der schönen Sonne genossen hatte« , um die Annahme der Widmung bitten . Ein »kaltes Bewusst - sein über die wirkliche unbehagliche Lage der Dinge nährte ihm die dauernd gelassene Stimmung und einen leidlich ge - fassten , nicht ewig auf - und abschwankenden Muth« ; bei der Wittwe seines unerwartet gestorbenen Collegen usinger ( in deren Wohnung er zunächst mit der stillen Absicht gezogen war , ihr damit finanziell zu helfen ) fand er ein heim »so vortrefflich , wie ein Junggeselle wohl überhaupt nen kann« . So stellte sich endlich die rechte Freude an der schriftstellerischen Arbeit ein , wozu er mehr als Andre »ein ganz ungestörtes Einspinnen in Einen Vorstellungskreis« nöthig hatte [ R . ] . Den mit Ribbeck lebhaft besprochenen Plan , sich für die nächsten Semester Urlaub geben zu lassen , um alle Störung fern zu halten , musste er freilich aufgeben ; der eine philologische Lehrstuhl war eben unbesetzt und vor dem Ein - trefi'en Lübberts hielt es Rohde für unzweckmässig , als Lehrer zu streiken . Im Sommersemester 1874 »tauchte er dann lich in die Tiefe der wunderlichsten Romanmeere hinunter und erfreute sich an dem tollen Wesen drunten unter den Larven und sonstigen Schillerschen Klippenfischen« . Nietzsche