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Amleths weiteren Schicksalen bei Saxo ( lib . IV ) fehlt in AS . Was auf die Yaterrache in AS folgt , ist nur mehr Ausspinnung der Fäden zu einem allseits befriedigenden guten Ende , und willkürliche Erfindung des Verfassers .
Das isländische Märchen von Brjám , das entfernte Ähnlichkeiten mit Amtlethsage bietet ( Arnason Isl Pjud - sögur II 505 ff nach einer Hs . von 1707 ; Maurer , Isl . Volkssagen der Gegenwart 287 in abweichender Fassung ; vrgl . Detter a . a . O . S . 21 , ElÇon a . a . 0 . S . 405 ) , weist einige Parallelen zur Ambalessaga auf : der Vater Brjáms [ ein armer Häusler ] wird von den Knechten eines nischen Königs erschlagen ; Brjám ist der jüngste von drei Söhnen ( so bei M . ; der älteste von 7 Söhnen A ) ; die der fragen die Kinder , wo sie am meisten Schmerz fühlen : alle klopfen an die Brust , nur Brjám an den Hintern , er allein wird daher als Narr am Leben gelassen . — Als verstellter Narr vollbringt er eine Reihe dummer Streiche , die im übrigen keine Ähnlichkeit mit AS haben ausser einem : er wird befragt , wie das Wetter sein werde , da antwortet er vind oy ei vindi , nach Maurer Wortspiel mit ei ( nicht ) und œ [ ausgesprochen ai ] ( immer ) , also Wind und ( nicht ) immer Wind , was dann auch eintrifft . — Er tigt hölzerne Stifte ; nach dem Zwecke befragt , sagt er , zur Vaterrache [ liefna papa , hefna papa M ; mit anderer Pointirung bei A : hefna papa , ekki hefna papa ] und wird dafür ausgelacht . — Mit diesen Stiften nagelt er bei einem Gelage des Königs die Gewänder der Zecher an den Bänken fest ; die Betrunkenen merken den Unfug , geben sich gegenseitig die Schuld , und in dem gemeinen Streit erschlagen sich der König und seine Leute gegenseitig [ ein alter Märchenzug , vrgl . z . B . die neun Knechte Baugis , Bragarœdur c . 4 und Gerings Anm . z . d . St . in seiner Eddaübersetzung ] . —
Durch dieses Märchen wird , wie schon Detter a . a . 0 . ausgesprochen hat , ein Teil der Abweichungen der AS von Saxo als traditionell erwiesen : der feindliche König als