Analoge Einflüsse sind es , welche die eigentümliche Form bedingen , unter der alte , weitverbreitete Lieder heutzutage unter dem Volke fortleben , und welche seits die letzten Reste des alten deutschen Heidentums in ein stark verhüllendes Gewand gekleidet haben . Der Wechsel der Zeiten und Zeitanschauungen , die anderen Gesellschaftskreise , in welche Lied oder Sage eindrangen , führten zu einer entsprechenden Anpassung der sprünglich gegebenen Verhältnisse an dieselben . Auch Zufall und Willkür , nicht zum mindesten aber die frei schaffende Lust des Volkes am Fabulieren haben zu diesen Umgestaltungen beigetragen . Zu dem urpdinglichen Texte der Lieder wurden Verse und Strophen hinzugedichtet oder aus ähnlichen herübergenommen , während alte standteile andererseits verloren gingen . Ähnlich erging es den als Kern in der Hauptmasse der Märchen , Sagen und Legenden enthaltenen mythischen Anschauungen . wandte Sagen griffen in einander über und vermischten sich , manch wichtiger Zug verschwand infolge mangelnden Verständnisses ; die rege Phantasie der Erzähler , in letzter Linie der sie feuilletonistisch oder gar in gebundener Rede darstellenden Schriftsteller statteten die schlichten alten Geschichten mit vielen schmückenden Zuthaten eigener findung aus .
Nur auf Grund weitschichtiger Vergleichungen und durch sorgsamste Forschung ist es daher möglich , aus dieser mannigfachen Umhüllung die für die heidnische