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aus * nasjô - ( vgl . „ Nase " ) entstanden sein ; oder es ist aus * nassa - * nassi - ( altem * nod - tó - bzw . nod - ti - ) zu erklären : „ das benetzte Land " .
42 . stënhûsjiàrskë ( triärske ) „ Driesche beim Steinhaus11 , mnd . drêsch - mnd . Wb . I , 573 , nhd . drieschland vgl . ablautendes drush Brem . Wb . I , 623 . Jjiàrskë ( p aus tr ) = afrs . * thriasTce bedeutet ein hochgelegenes Grasland , das gebrochen und gedüngt werden muss , vgl . Verf . , Zs . d . V . f . Vkde . 1893 , S . 400 . Bemerkenswert sind entsprechende Formen in den Urkk . , z . B . Tliryarscher No . 718 ( a . 1457 ) , trasher No . 846 ( a . 1466 ) , s . u . Nr . 193 .
43 . klytnbërig „ Berg mit Erdlclössen " ? stl . klytkn „ Kloss " , plattd . ?
44 . pâpëjë'n . Unsicher , jë'n könnte ( gleich wie më'dç „ Morgen " auch als mè'n gesprochen wird ) für jè'dn ( wg . jö'n ) „ Fischnetz , eig . Garn " stehen , also „ zu des Papen Fischnetz " , vgl . Papantiuch No . 469 ( a . 1437 ) ; oder jë'n aus jë'dn = Dat . plur . von * jéVl afrs . * ierd ags . geard „ Landstück " , also „ zu des Papen Ländereien " . " Über den Gebrauch von mnd . jarden , jarde zur zeichnung von Landstücken vgl . mnd . Wb . II , 401 ; an afrs . ierde „ Rute " kann nicht direkt angeknüpft werden , da dieser Form stl . jedë entspricht . — Zu hochd . jan , jâne „ eine Reihe des Gemähten " könnte es nur gehören , wenn ein germ . Stamm * jmi - nehmen wäre ( wird zu urfrs . * jöni - — stl . jë'n ) ; doch bieten das frs . und ndd . keine Verwantschaft .
45 . haneblok „ Hennenblockblok wird sehr häufig als Flurname gebraucht : es ist ein kleines durch Gräben umschlossenes Ackerstück , besonders auch ein quer vor anderen liegendes und somit zum „ schlüsse " dienendes Stück . Vgl . mnd . Wb . I , 360 , Urkk . z , B . No . 456 . 588 ; „ Blockland " in der Nähe Bremens dient als Bezeichnung eines von Gräben durchschnittenen Gebietes .