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* thalle ( aus vor gemi . * tol - nä - ? ) vgl . hail , telle Estrich Cad . - Müll . ( afrs . * thelle aus * paljô - ) ist eng verwant mit stl . tâl Ramsloh ( täl Strückl . ) , . aus afrs . * thale Diele . Im Ablaut dazu stehen ags . pille awfrs . thille nwfrs . stl . tile hochd . Dille ; weiterhin vergleicht man abg . tilo „ Boden " und lat . tellus . — Dem stl . talé kann der im Groningischen vorkommende plur . dallen sprechen , vgl . Molema Woordenb . S . 66 , doch kann dieses auch zu der in afrs . del „ Tal " enthaltenen Wurzel gehören , s . u . dilë No . 165 .
56 . Möutsn , bupë Möutsij , Familienname , sonst nicht bekannt in Friesland .
57 . fàr Ubeliòw s . o . No . 53 .
58 . knolë „ kleiner Hügel , Höcher , Anhöhe " vgl . ags . cnol „ Hügel " mhd . Icnolle , s . u . knulke Strückl . Flur . IX .
59 . âbjdf ekf „ Abeler AckerAbel ist im frs . als Eigenname sehr häufig ; nach Stark , Kosenamen S . 165 aus Abeld , Albold ; also hier noch in älterer Form erhalten , vgl . Cad . - Müller Abeeltje fem .
60 . lönke „ kleiner Durchgang , Weg " , dimin . von afrs . Ione Iona E 203 , 19 , vgl . ndl . laan ; in Nyalona und in Laneske Urk . No . 105 ( 1367 ) .
61 . kostfs tün „ Küsters Garten " ( kosty ist plattd . ) .
62 . mêrkomp „ Seekamp " ' .
63 . smërigë ek¡ - „ fetter , schmutziger Acker " ' vgl . stl . smër , afrs . smëre neutr .
64 . 65 . fânsn . bup' fânsç „ oberhalb Moorhausen " ' , wahrscheinlich aus fanhüzij wie stènsç aus stën - liuzn ( so wird auch im Jeverlande ein Steinhaus der älteren Zeit stins genannt ) , vgl . Phanhusen No . 917 ( a . 1491 ) Fànhusen No . 509 ( a . 1439 ) gegenüber Finserwolda No . 270 ( a . 1420 ) u . ö .
66 . flëgënë ist wohl Pluralbildung zu flèg „ Strich Landes11 , s . u . No . 171 .
67 . krimpjkë wohl „ ein krumm es oder ein verkleinertes Acker stück " ' vgl . ndd . krimpen .
Germanistische Abhandlungen Heft XII . 12