182
108 . wrenskhë'dënë „ brünstige Ecke oder Trift " , stl . wrensk „ brünstig " , wrënskjë „ wiehern " , vgl . mnd . wrensck Schill er - Liïbben V , 780 ; nordfrs . wrinse „ Hengst " . — hë'dëne s . o . No . 81 .
109 . swâlëbërig „ Schwanenberg " . Im ostfrs . wird für „ Schwalbe " meist das Diminutiv ( stl . swâlkë ) braucht , vgl . aber westfrs . ¿¡weal neben swaltje Epkema Wdbk . S . 469 , mnd . swale Schiller - Lübben IV , 483 , s . auch Engl . - frs . Spr . S . 57 .
110 . mëlk kú „ melke , d . h . milchende Kuh " .
111 . âms përëdïs „ Adams Paradies " , scherzhafte nennung des Grundstückes eines Mannes , der den im frs . häufigen Namen Adam führt .
112 . küte më^ „ kurze Wiese " .
Flur V . TI . ( Holnp fan „ Hollener Moor " ) .
113 . bupë dë brèg „ oberhalb der Brücke " afrs . bregge aus germ . * brugjô - . In den Moorgebieten , die sich östlich und westlich vom saterländischen Landrücken erstrecken , wiederholen sich vielfach die Flurnamen der Dörfer , werden aber mit „ oberhalb " bezeichnet .
114 . mëntëdôbë „ Gemeindegrube " , vgl . afrs . mente mnd . ménte ahd . gimeinida aus * mainipL5 - ; dòbe s . o . No . 24 .
115 . 116 . tâfjbrèd , bupe tâfjbrèd „ oberhalb brett " . In den meisten frs . Mundarten ist „ Tafel " für Tisch üblich : wg . tèfj , westfrs . tâfj , nordfrs . liche Festlandsdialekte tâfj , Helgoland tafl [ schëw Karrharder und Moriuger Mdart . , skyw Wiedingharde , bâsj Amrum , stai Sild ] ; brèd ( plur . brëdë ) „ Brett " . Von der Entstehung des Namens erzählt man gende Geschichte : Di kürfyrst fon Mynstp , Bërnd fon Gâlç , di iz hir tôufârnë insç op 'ë jagd wëzn , un synt dër bupë Rômjsë op 'ë astfsïdë ; dêr uny dë fân liebë zë sik u zetjë fyhâlëd un liebë dër n stuk itn , dër fon lied det den nômë krïgç fon tâfjbrèd ; fon dö tïd hèr hed det rôgënë löund hëtç fon „ bupe tâfjbrèd " .