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148 . mëdjë „ kleine Mahd " ? Zu afrs . mëth mëdë = ags . mcep incede ( s . o . No . 30 ) kann mëdjë nicht gehören , denn diesem würde ë' der Stammsilbe entsprechen . Ist etwa ein mede aus * madi~ anzunehmen ? vgl . mud . medelant meetlandt Schiller - Lühben III , 54 ; Brem . Wh . III , 113 .
149 . helë s . o . No . 103 .
150 . kûlç „ su den Kuhlen , Gruben " vgl , ndd . Icule ( nhd . Kaule ) vgl . u . No . 164 .
151 . hâwfspàle „ Hafer streif en " ; häwf ist plattd . Lehnwort , in Strücklingen heisst es liëyr = wang . liywy aus * hiwf harl . heffer Cad . - Müller . Über spàlë vgl . No . 133 .
152 . hâwfstûkë „ Haferstücke " . Kleinere Streifen auf dem Esch heissen spàlë , grössere stücke stukë ; die auf dem Moore liegenden und durch „ grupç " entwässerten Grundstücke sindekërë .
153 . grôpçbërig „ B er g mit den A bzugsrinnen ? " afrs . gröpe E 228 , 8 bedeutet eine Abzugsriune für Jauche , eine Mistgrube , vgl . wang . gropl . gröpe , aus * graupô - , ist verwant mit dem soeben genannten stl . grupë „ Abzugsgraben " vgl . ags . gryppel etc . ) — gi'ôpç kann übrigens auch einen „ Grapen , Topf " bedeuten , vgl . ndd . grapen und Urkk . No . 1726 ( a . 1400 ) gropen .
154 . ë'dçsbërig „ Edens Berg " . Eden ist ein sehr häufiger Eigenname , vgl . Edo , Ede Urkk . , Wassen - bergh taalk . bijdr . II , 84 . 101 , Doornkaat Wb . I , 380 .
155 . berjgëfànsn unsicher . Berle Barle Urk . No . 7 ( a . 1124 ) , grata Beri , Berlheerna Urk . No . 469 ( a . 1437 ) . Erklärt man diese Form beri mit mhd . bürel „ hebung , Hügel " , so ist die direkte Verknüpfung mit a - Formen wie ndd . Baria , Barlinge , Berle etc . ( Foerstemann , Ortsnamen S . 213 , 237 ) unmöglich . Ebenso , wenn man ndd . burrein „ sprudeln " ( vgl . burjekr u . No . 187 ) heranzieht und berjgë aus * ber - linge als „ Rinne , Quelle " deutet . — Am