187
lichsten ist mir die Beziehung zu dem Wurster beddels , biddels „ Teil eines Ackers " ( Brem . Wb . trag S . 9 ) , in dem das d aus älterem r entstanden zu sein scheint . Es könnte hier berle auf * barilò - vgl . alid . bara „ eingehegtes Stück Land " weisen . — fânsç s . o . No . 64 . 65 .
156 . dôdnesë „ tote Nesse " ; möglicherweise ist in dem ersten Gliede ein Eigenname enthalten , vgl . Bodo Bode Urkk . , Bohde Cad . - Müller . — nese s . o . No . 41 .
157 . múlj'S helë „ Müllers Helle " , s . o . No . 41 .
158 . mëntëfânsç „ Gemeindemoorhausen " , s . o . No . 64 . 65 .
159 . up 'ë kompkë „ auf dem Kämpchen " .
160 . holëbêrig „ hohle Berg , Berg mit der Höhle11 , vgl . afrs . hol .
161 . kopjhelë „ Helle , ivo das Vieh in Hürden weidet " s . o . No . 105 ; 41 .
162 . 163 . ölde më'd , baftë ôldë mëid „ hinter der alten Wiese " s . o . No . 30 .
164 . kûhë'dënë kolk „ Kolk bei der Kulitrift oder Kuhecke " . Zu hë'dënë vgl . o . No . 81 ; germ . * kolka - ist nicht mit skr . gàrgara lat . gurges ( Kluge , etym . Wb . 5 S . 208 ) zu vergleichen , sondern ist mit dem Suffix germ , - ka - von der in Kiel , Kuhle ( s . No . 150 ) enthaltenen germ . Wurzel keul gebildet , vgl . skr . gola griech . yav / . og „ rundes Gefäss " . Vgl . Urk . 469 ( a . 1437 ) kolkar kolkum , afrs . kolk .
165 . dilë „ Niederung " , vgl . Bile Bilon ( Biele Btjle ) öfters in den Werd . Registern und in den ostfrs . Urkk . — Stl . dilë bezeichnet das obere Ende einer Schaufel ; ist mhd . tiille aus * dulja - entstanden , so steht es im Ablaut zu diesem stl . dilë afrs . * dille aus * deljö - . Die Bedeutung „ Vertiefung , Einlassung " scheint mir in Anbetracht der Wörter ndd . nid . delle ( Kilian I , 103 ) , dollen etc . zweifellos und eine lehnung aus dem Romanischen ( lat . ductile ) abzuweisen ;