Full text: Beiträge zur Volkskunde

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hängt , ist nicht sicher : von plattd . bûsen lind von dem bei Frisch ( S . 159 ) verzeichneten bust „ arida tam - quain desertus locus " möchte ich es nicht trennen . — Über aussergerm . Yerwante s . Fick , vgl . Wb . 4 S . 494 . 
Höchst auffällig ist , wie diese ganze Gruppe der zur Wurzel bheus gehörigen Worte ( auch wol ahd . bior als „ schäumendes , gährendes Getränk " gehört dazu ) germ . Nebenformen hat , die mit br ( also Wurzel blireus ) anlauten und fast die gleiche Bedeutung haben . Ich verzeichne hier folgende : ostfrs . - plattd . brûs ndl . bruis „ Schaum , Gischt " vgl . brûsen brausen , auch „ gedeihen , sich ausbreiten " ( = schwellen ? ) , s . Schütze holstein . Idiot . III , 332 ; mhd . brusche „ Brausche , Beule , Schwellung " ; an . brjósk „ Knorpel " ; an . ábrgstur „ Kuhmilch in der ersten Woche nach dem Kalben " ; bayr . Briester „ Kuchen von der ersten Milch , Biestmilch ( oder Faumbiest ) u , breustern briestern „ schwellen " , vgl . auch brüst u . A . , s . Schmeller , bayr . Wb . I , 367 ; biest briest DW . II , 3 . 
Flur VIII . 
203 . in 'ë bröund „ in dem Brande11 , d . h . eine grössere Fläche , wo das Moor abgebrannt ist . 
203a . Es folgen zwei Familieunamen : balg n ort ; g ë r 11 s . 
204 . sinschlêdëbërig „ Berg mit Sine's Niederung ? 1' Sin ist wohl Eigenname , vgl . stl . Sinke fem . , Sinje Cad . - Müller , Sin Sintje Sijne masc . Wassenbergh , taalk . bijdr . II , 127 . 129 . — Man könnte sin auch als „ trockenes Gras , das überwintert hat " erklären ( vgl . an . s ina ) , oder als „ langsam abfallend " ( vgl . ablaut , ags . scene mhd . seine an . seinn ) ; doch sind diese Worte im stl . unbekannt . 
205 . gröttousberig „ Grosszangenberg " . Unter tone versteht man ein in die Niederung des Hügelgelände . In nordwestdeutschen Ortsnamen kommt es öfters vor , vgl . Burtange , Holttange u . A . m . 
Germanistische Abhandlungen Heft XIL . 13
	        
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