194
Flur IX .
206 . lôndrïde „ das auf dem Wasser treibende Landstl . ride heisst eigentlich „ Bach " , z . ß . de róde ride , welche die Grenze zwischen Emsigo und Fenkigo gebildet haben soll ( s . Zeitschr . d . Y . f . Vkde . 1893 , S . 247 ) . Es entspricht einem ags . ride „ kleiner Fluss " , mnd . ride rije Schiller - Liibben III , 477 , vgl . Brem . Wb . III , 486 , Molema , Groning . Wb . S . 347 . " Wenn nun stl . ride ndd . ride ausserdem das auf dem Wasser treibende Land bezeichnen , so wird diese Bedeutung keineswegs erst — wie Liibben , Germanistische Studien II , 266 meinte — aus „ Fluss " entwickelt sein ; es ist vielmehr als Verbum an . rida zu vergleichen , welches die schwankende , schwingende Bewegung bezeichnet und im letzten Grunde mit rida „ reiten " identisch ist . Auch im mnd . hat das Verbum riden jedenfalls die Bedeutung „ treiben , schwimmen " gehabt , denn nur so erklären sich die im mnd . Wb . III , 479 als unverständlich bezeichneten Stellen , wo es von den durch die Fluten weggeschwemmten Ländereien heisst , dass sie riden . — Hierher gehören auch die vielen Ortsnamen auf - ritlä , - ridi li . s . w . vgl . Förstemann , Ortsn . S . 1261 , die von denen auf - rieth , - ried , frs . - riad scharf zu trennen sind . Vgl . auch Eide u . s . w . Förstemann a . a . 0 . S . 1247 ; riede DW . VIII , 918 . — Da nun also stl . ride in doppeltem Sinne gebraucht werden kann , redet man von lôndrïdë ( lond - in der Komposition , sonst löund ) im Gegensatz zum Wasser ( vgl . ags . wceterripe ) .
207 . melçdikë „ zum Mühlenteich'1 .
208 . lïkëhë'dënë „ ebene Trift " oder „ ebenes Land im Winkel " ? vgl . No . 6 . 81 .
209 . tôuslèk „ Zuschlags . o . No . 70 .
210 . bupë de bröund „ oberhalb der Brandfläche'1 . .