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liken genannt wurden : náltv yÙQ ijxovo' èx axòtovg rò<f eis ( páog . In Sicilien neben dem Flusse Symaethus war nach Macrobius die Stelle , wo Thalia in der Erde schlossen wurde . In der Nähe davon sprudelten zwei vulkanische Wässer tief aus der Erde hervor ; bei diesen , die Delloi und Brüder der Paliken genannt werden , befand sich das Heiligtum der letzteren . —
Ich denke , es ist klar , dass die im einsamen Schlosse untergebrachte Talia des Basile , die dort im Todesschlafe das Zwillingspar gebiert und vor der eifersüchtigen Gattin ihres Liebhabers geborgen werden muss , niemand anders ist als die alte siziliauische Qá / . eia . Basile hat seine Märchen nach neapolitanischer Überlieferung aufgezeichnet . In Sizilien ist das Thalia - Märchen , wenn auch mit änderung des Namens der Heldin , bis auf unsere Zeit im Volksmunde . In den sizilianischen Märchen der Gonzen - bach stimmen die von Maruzzeda ( Nr . 3 ) und von der schönen Anna ( Nr . 4 ) , abgesehen von dem zum Snee - wittchen - Typus gehörigen Eingange , in allen wesentlichen Punkten mit Basile überein . Von Anfang an trifft mit ihm in dieser Weise das Märchen Suli , Perna e Anna bei Pitrè , Fiabe , Novelle e Racconti popolari siciliani T . II S . 46fg . zusammen , wo Anna ebenso wie in Nr . 4 der Gonzen - bach die^Talia vertritt . Einen Zug aber , der dem chischen Mythus noch näher steht als Basile , hat Pitrès Fassung bewahrt , indem hier das Mädchen wirklich im Schoosse der Erde geborgen wird : als nämlich dem Vater ihre Verzauberung durch eine Spindel prophezeit wird , lässt er für sie ein Gemach unter der Erde anlegen , in dem er sie mit ihrer Amme von aller Welt abschliesst ; dort erfüllt sich dann doch ihr Schicksal durch den Spindelstich . Wenn nachher auch in dieser Fassung die Schlummernde wie bei Basile in das Landschloss gebracht wird , so ist das augenscheinlich Anpassung an eine jüngere Version . Seinem Ursprung nach ist gewiss auch der fast ganz unzugängliche und finstere Turm im