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und . bringen sie in festen Gewahrsam auf einen hohen Baum ; aber dort sorgen sie liebevoll für sie und beklagen nachher laut ihre Verzauberung . Ein grosser Vogel ist es , der im Perceforest den Liebenden zu der im Turme schlossenen Schlafenden trägt , ein Falke oder ein anderer Vogel zeigt ihm diesen Weg in den italiänischen Versionen und auch in der Form der Begegnung Sigurds mit Brünhild , wie sie die Völsungasaga Kap . 24 erzählt . Ich halte es für näher liegend , diese doch zweifellos ähnlichen Züge eines sammengehörigen Märchenkreises aus ein und demselben Grundzug abzuleiten , als mit Spiller die Adler , die das Mädchen seiner Mutter entführen , mit seinen Eltern gleichzusetzen , den Vogel aber , der den Liebhaber zu der Jungfrau trägt , ganz davon zu trennen und ihn auf die Beeinflussung des Perceforest durch eine selbständige dische Erzählung „ Der Weber als Wischnu " führen , endlich sogar von dem Vogel , der den Liebenden zu der Schlummernden trägt , auch noch den Vogel , der ihm in anderen Fassungen zu ihr den Weg weist , ganz zu sondern . Mir ist es von vornherein weit licher , dass hier ursprünglich die zeitweilige Verwandlung des Liebenden in Vogelgestalt zu Grunde liegt , wie z . B . auch in dem Ywenek der Marie de France der Liebhaber als Habicht die in den Turm eingeschlossene Schöne sucht , ähnlich in dem eng damit verwandten Märchen der Gräfin Aulnoy vom blauen Vogel und in anderen Traditionen , über die Hertz im Spielmannsbuch S . 330 f . Nachweise giebt . Das entspricht nun aber auch wirklich dem alten Mythus . Clemens Alexandrinus erwähnt Recogn . X , 22 S . B87 unter den Liebschaften des Zeus auch , dass er in Gestalt eines Geiers der Nymphe Thalia genaht sei , aus der dann die sizilischen Paliken geboren seien . Ursprünglich scheint Zeus als Adler gekommen zu sein , woraus dann Servius mit Verschiebung des Verhältnisses eine Verwandlung eines Paliken in einen Adler gemacht hat ( vgl . K . G . Michaelis , die Paliken S . 48 ) . Und eine Unteritalische Vase stellt