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Yon diesen ist a die jüngste , gegen Schluss des Jlis . geschrieben , und stimmt bis auf Kleinigkeiten genau mit ß , von der sie direkt abgeschrieben ist , wie verschiedene Fehllesungen beweisen , l ) die nur durch ß als Vorlage klärlich sind . In Betracht kommen also nur ß und y , die von einander in mehreren Beziehungen abweichen . Diese Abweichungen sind 1 . stilistisch formeller Art : Der laut des Textes ist in y fast durchweg mehr oder minder ein anderer als in ß , ohne doch mit Ausnahme der gleich zu besprechenden Abweichungen dem Sinne nach schieden zu sein , ein Verhältnis also , das der Erzählung ein und desselben Märchens von zwei verschiedenen Individuen ähnelt , im Übrigen aber bei der bekannten stilistischen Freiheit isländischer ( namentlich junger ) Handschriften an sich nicht zur Annahme zweimaliger unabhängiger zeichnung einer Tradition berechtigt . 2 . Die teilung weicht ab . 3 . Verschiedene Namengebung : die Gattin Donreks ist in ß unbenannt , / : Seiina ; der Bruder Amlodis heisst ß Sigvard , y Sigurd ; der byzantinische Herrscher wird ß Chrisolitus , y daneben auch Catalichtus genannt , der Anführer der Sarazenen in ß Bastinus , in y Bajasetes oder Bastianus ; die Tochter Tamerlaus' heisst in ß Mesia , in y Semericandis ; noch häufiger sind weichungen in der Form derselben Namen . — 4 . Ab -
Kenntnis der Sage bringen sie nichts neues bei . — Endlich sei hier noch erwähnt , dass dem cod . A . M . 521 c ein kurzer handschriftlicher Auszug aus AS auf 4 Blättern beiliegt , nach Randvermerk cca 1870 von Steingrimur Thorsteinsson nach y verfasst , sehr summarisch und nicht ohne kleine Fehler ; einen derselben ( Leta als Tochter Balands ) habe ich leider seinerzeit , mehr vertrauend auf den Auszug als auf meine im Drange der Zeit cursorische Lektüre der drei Hss . meinen von Detter a . a . 0 . verwerteten brieflichen Notizen einverleibt .
' ) So gleich in den ersten Zeilen Hysana für Hyspania , weil ft hysana mit fast ganz erloschenem i über n hat ; Ergeirmanus s . S . 62 , Anm . ; cap . V . Metululus ß macht « getreulich mit und corrigirt nachträglich ; in Fällen , wo die Abbreviatur von Tamerlaus in ß auch Tamuslaus verlesen werden kann , hat « fast immer falsch aufgelöst und ähnl . mehr .