Calendar: Newspaper volume (1931, Bd. 1)

(«Äfe 
Se- 
ŞŞMMkMW 
* v 'ŞMMMM 
Kreis erworben hatte, in warmen Worten zu 
würdigen. Er gedachte insbesondere auch der 
vorbildlichen Mitarbeit des Gemeindevorste 
hers im Wasser- und Deichwesen, im Feuer 
wehrwesen und im Dienste des deutschen Ro 
ten Kcruzes. Mit den besten Wünschen der 
Kreisverwaltung für eine weitere segensreiche 
Tätigkeit überreichte der Redner eine vom 
Kunstmaler Grog in Heide entworfene Ehren 
urkunde, welche mit dem alten Wappen der 
Landschaft und dem Geschlechtsmappen der 
Familie Von ausgestattet ist, und eine silberne 
Schale. Namens der Kirchspielsgemcindever- 
tretung übergab der stellvertretende Gemein 
devorsteher Meister, nachdem auch er mit herz 
lichen Worten der Verdienste des Jubilars 
um sein Heimatkirchspiel gedacht hatte, eine 
goldene Uhr mit einer Widmung des Kirch 
spiels. Hofbesitzer Meister hob insbesondere die 
den gegenwärtigen Zeitverhältnissen angepaß 
te, dem Vorbild der Kreisverwaltung folgen 
de gesunde Finanzpolitik hervor und rühmte 
die menschlich hochstehende Art des Amts- und 
Gemeindevorstehers im Verkehr mit seinen 
Kirchspiels-Insassen. Namens des Landge 
meindeverbandes iProvinz Schleswig-Hol 
stein) sprach der Amtsvorsteher a. D. Rüß in 
Stellingen, der ebenfalls eine Ehrenurkunde 
des Verbandes überreichte. Tic Wesselburener 
Spar- und Leihkasse, derem Vorstand der Ju 
bilar seit langem angehört, war durch den 
Bürgermeister der Stadt Wesselburen vertre 
ten, der das stets freundliche Zusammenwir 
ken zwischen Stadt und Land rühmend hervor 
hob und ein vom Kunstmaler Graba in Heide 
angefertigtes Oelgcmälde überbrachte. Im 
Auftrage der kirchlichen Körperschaften sprach 
Pastor Baarmann warmherzige Worte, iiwcm 
er insbesondere auch der Familie des Jubilars 
gedachte. Namens des Deichamts überreichte 
der Deichgraf Hofbesitzer Wisch, Wesselburener- 
koog, ebenfalls ein Oelgcmälde des Kunstma 
lers Graba, das ein Landschaftsstück vom Hun- 
deknöll darstellt und den Jubilar an seine 
Verdienste um das Deichwesen erinnern soll. 
Der Provinzial-Feuerlöschdirektor Amtsvor 
steher Johannsen, Btt'um, übermittelte na 
mens des preußischen Feuerwehrverbaudcs die 
herzlichsten Glückwünsche. Amtsvorsteher Voß 
dankte in zu Herzen gehenden Worten für alle 
ihm gewordenen Ehrungen, indem er einen 
kurzen Rückblick auf die Geschichte des Kirch 
spiels und insbesondere die Tätigkeit der Ge 
meindevorsteher und Kirchspielsschreiber gab, 
unter deren Reihen auch seine Vorfahren ver 
dienstlich vertreten sind. Er gedachte insbeson 
dere auch der treuen Mitarbeit der Beamten 
und Angestellten des Kirchspiels. 
* „ * 
Hi&enwestedt 
Gemeinnützige Schaubühne, Hamburg 
fii 
„Faust 
Der Tragödie I. Teil, von Goethe. 
Am Sonnabend, den 10. Januar 1931. 
abends 3 Uhr, in der „Harmonie“ 
(Fritz !/ asch) 
Vorverkauf zu den bekannten Preisen in der 
ßuchnandlung ß. Petsch. <3-65 
Das littest im LorSrsho'mer SMrkaffenproztß. 
Schröder freigesprochen, Beltermann zu 6 Monaten Ge ängnis verurteilt. 
Dom Eiderhafen Pahlhude. 
Pahlhude, 6. Jänuar. Im Dezembct-sind 
21 Mowrschisse mit 1610 NR?, eingelaufen. 
Gelöscht würden 622,8 Tonnen Gerste, Rog 
gen und Einzelladungen verschiedener Güter. 
Tie Entwicklung des Hafenverkehrs im Jahre 
1930 ist trotz der hemmenden und insbeson 
dere für die Schweinemast ungünstigen wirt 
schaftlichen Verhältnisse durchaus erfreulich 
gewesen. Ter Gesamtverkehr für 1980 ergibt 
tnit 194 Motorschiffen voi: 15 873 NRT. und 
rund 9400 Tonnen Gütern gegenüber dem 
sehr guten Verkehr des Jahres 1929 noch eine 
Zunahme um 40 Schiffe, 3159 NRT. und 900 
Tonnen Güter. Tie Frachteinnahme der 
Kreisbahn aus dem Schiffsumschlagverkchr 
ist dementsprechend für 1930 gleichfalls gestie 
gen. 
Tie stetige Zunahme des Hasenvcrkehrs 
zeigt ein Vergleich mit dem Verkehr des Jah 
res 1925, als der Hafen noch nicht vom Kreis 
übernommen und ausgebaut ivur. Ter Ge 
samtverkehr des Jahres 1925 umfaßte nur 
18 Schiffe mit 1893 NRT., Zahlen, die heute 
oft in einem Monat überschritten werden. 
Obwohl die in den letzten 5 Jahren erreichte 
stetige Verkehrszunahmc die Erwartungen 
übertroffen hat, so ist die Möglichkeit der bil 
ligeren Schiffsverfrachtung über Pahlhude 
doch noch längst nicht genügend bekannt. Es 
sind für viele Transporte zweifellos Fracht 
ersparnisse zu erzielen, die bisher nicht aus 
genutzt worden sind. — Die Hambnrg-Altona- 
Eidcr-Linie hat ihre regelmäßigen wöchent 
lichen Fahrten zwischen Hamburg, Altona, 
Harburg und den Eiderhäfen während des 
ganzen Jahres ohne Unterbrechung durch 
führen können. Hierdurch ist cs ermöglicht 
Kiel, 7. Januar. Der zweite Tag der Verhand 
lung vor dem Schöffengericht brachte zunächst die 
Vernehmung all der Geschäftsfreunde n>rd Bekann 
ten des Angeklagten Beltermann, die mit ihm 
Wechselgeschäfte gemacht und ihm Gefülligkcits- 
akzeptc gegeben haben. Es handelt sich dabei um 
teilweise noch recht junge Leute, die nicht in der 
Lage gewesen wären, etivaige Wechscldeckungen 
vorzunehmen. 
Der jetzige Gemeindevorsteher Ahrens er 
klärte, daß er sich bei seinem Vorgehen gegen den 
Angeklagten Beltermann lediglich von Allgemein- 
intcressen habe leiten lassen. Ob der Vorstand der 
Sparkasse zur Regreßpfltcht herangezogen werden 
solle, sei Sache der Gemeindevertretung. 
Gastwirt Carstens, der für Beltermann eine 
Bürgschaft über 3000 Mark übernommen hatte, 
erklärte, daß er dies nicht für Beltermann per 
sönlich getan hätte, er habe es getan, iveil B. Vor 
sitzender eines Kegel- und eines Fußballklubs war, 
die bei ihm tagten, und er daher Geschüftsschädi- 
gungen befürchtet habe, wenn er die Bürgschaft 
nicht übernehmen würde. 
Der Kassengehilse Lammers, der im Septem 
ber 1920 bei der Sparkasse eintrat, bestätigte, daß 
der Angeklagte Schröder wiederholt von Belter 
mann Abdeckung seiner Schulden verlangt hat und 
auf Vorhalt Schröders bestätigte er, daß B. sich 
einmal in Schröders Abwesenheit einen Scheck 
über 1800 Mark geholt und ihm gesagt hat, er 
solle nicht zu Schröder davon sprechen. 
Weiter vernommen wurden Leumunbzeugcn 
für Beltermann, die bekunden sollten, ob er üppig 
gelebt und viel Geld ausgegeben habe. Sie waren 
geteilter Meinung, doch waren sie sich darin einig, 
baß er als Stimmungsmacher anzusehen war und 
gern Betrieb machte. Der Angeklagte Schröder da 
gegen wurde als sehr mäßig bezeichnet. 
Der frühere Gemeindevorsteher Blothenberg 
bekundete, daß er bereits 1018 beantragt habe, die 
Sparkasse an den Kreis zu verkaufen, ivobei 60 000 
Mark zu verdienen gewesen wären. Sein Antrag 
sei aber von der Gemeindevertretung abgelehnt 
und damit sein Interesse an der Sparkasse ver 
schwunden. Der Rendant Nielsen sei seiner Auf 
gabe nicht gewachsen gewesen, und eS hätte auch 
ein dritter Mann angestellt werden müssen, doch 
seien die Räume zu beengt geivcscn. 
Getneindevertreter Klempner Moröhorst be 
kundete, daß jeder, der mit den Kaffenleuten gut 
bekannt war, Geld bekam und sür die Wechsel 
habe genügt, wenn nur irgend ein Name draus 
stand. Wenn der Bericht in der Gemeindevertre 
tung erstattet wurde, sei alles in Butter gewesen. 
Gemeindevertreter Gastwirt Sievers, der frü 
her dem Sparkassenvorstand angehörte, erklärte, cs 
habe in Bordcsholm Betternwirtschast geherrscht, 
auch bei der: Sparkasse. Der Vorstand sei viel. zu 
vertrauensselig geivcscn und habe leichtfertig Kre 
dite gewährt. Daß der Vorstand seine Pflichten 
sehr leick)t genommen hat, weil eö so üblich war, 
ergab die Vernehmung der Vorstandsmitglieder. 
So ist ein 21 jähriger Vürogchilse als Vertreter 
des erkrankten Rendanten eingestellt, und die Prü 
fung der Bücher hat sich aus die Durchsicht des 
Kassenbuches und des Tageskontos beschränkt, auch 
ist das Wechselkonto mal mit durchgesehen. Die 
Vorstandsmitglieder haben die Rcvisionsberichtc 
nicht näher nachgeprüft und sich um Abstellung der 
gerügten Mängel durchiveg nicht gekümmert. 
Der Vorsitzende des Vorstandes hatte bei sei- 
iter Vernehmung aus die meisten «Fragen nur die 
Antwort: „Das weiß ich nicht", „das war immer 
so", und „ich kenne keine andere Revision". Früher 
hat er auch gesagt, inan habe von den Revisionen 
Abstand genommen, da man Vertrauen zu Niel 
sen hatte. Aus Antrag der Verteidigung war noch 
telephonisch ein Gastwirt aus Vvorde geladen, bei 
dem Beltermann nach Bekundung eines Zeugen 
oft in ivciblicher Begleitung eingekehrt sein sollte, 
um zu dinieren und Wein zu trinken, und zivar 
am hellen Tage. Tic Verhandlung wurde des 
halb bis zum Eintreffen des Zeugen ausgesetzt 
und nach einer dreiviertel Stunde tvieöer eröffnet. 
Der Gastwirt bekundete auf das Bestimmteste, 
daß Beltermann niemals in seinem Lokal gewesen 
sei. Der Zeuge, der die belastende Aussage gemacht 
hatte, ein Buchhalter ans Bordesholm, bekundete 
dagegen, der Gastivirt habe in seiner Gegenwart 
seinem Chef gegenüber sein Bedauern über Bel- 
termanns Gesdiick Ausdruck gegeben und gleich 
zeitig darüber, daß er einen guten Gast verloren 
habe. Der Gastivirt, dem Zeugen gegenübergestellt, 
hatte auf die Aussage nur die Antwort: »Das ist 
nicht wahr. Es ist ausgeschlossen, daß ich das ge 
sagt habe. denn Beltermann ist nie bei mir ge 
ivcscn." Er gab zu, daß bei der in Frage kom 
menden Unterhaltung von Beltermann gesprochen 
sei, aber die ihm zugeschobene Aeußerung, dabei 
müsse er bleiben, habe er nicht getan. — Der an 
dere Zeuge blieb bei seiner Behauptung, so daß 
Eid gegen Eid stand. 
Der Vertreter der Staatsanwaltschaft, Ge- 
richtSasseķor Link. kaut zu dem Schluß, daß beide 
Angeklagten schuldig seien und beantragte gegen 
Schröder Verurteilung zu 4 Monaten Gefängnis 
iiiid gegen Beltermann 10 Monate Gefängnis. 
Bezüglich Beltermann^ sei der große Schaden 
zu berücksichtigen, den er herbeigeführt habe, sowie 
die Leichtfertigkeit seines Vorgehens. Mildernd 
seien die bös verworrenen.Zustände bei der Spar 
kasse zu berücksichtigen. 
Das Urteil: 
iachücm die Verteidiger noch gesprochen und 
sich für ihre Klienten eingesetzt hatten, fällte das 
Gericht in später Abendstunde folgendes Urteil: 
Es sprach den Angeklagten Beltermann der 
fortgesetzten schweren Urkundenfälschung.rrud deö 
Betruges sowie des einfachen Bankerott^ schuldig 
und erkannte auf 6 Monate Gesängnis und 100 
Mark Geldstrafe. Drei Monate der Freiheitsstrafe, 
ebenso die Geldbuße, wurden als durch die Unter- 
suchnngshast sür verbüßt erklärt und für den Rest 
der Strafe erhielt der Verurteilte Bewährung zu 
gebilligt. Schröder wurde freigesprochen. 
Schwerer Schneesturm im Kreise Sü-tonöern. 
Niebüll 24 Stunden ohne Licht- und Kraststrorn. 
Niebüll, 8. Ion. Am Sonntag setzte hier 
wüstes Schneetreiben ein, das den ganzen Tag 
über anhielt und sich am Abend noch verstärkte. 
Tie Folge davon waren Verkehrsstockungen 
und Störungen der Licht- und Telefouleitun- 
gen. Bereits am Spätnachmittag setzte das Licht 
verschiedentlich aus und versagte von 8.80 Uhr 
ab völlig. Das Hochspannungsnetz von Flens 
burg nach dem Westen und an der Westküste 
bis nach Friedrichstadt hat unter dem Schnee 
sturm stark gelitten. Viele Hochspannnngsma- 
sten, so bei Mcdelby und Ladelund, sind zu 
sammengebrochen. Beim Niebüller Armen 
haus, wo zwei Lichtleitungen nebeneinander 
laufen, fiel der Hochspannungsmast der Em- 
melsbüller Leitung in das andere Netz hinein, 
so daß das Licht ausgeschaltet war. Auch ein 
Leitungsmast am Uhlebüller Deich wurde um 
geknickt. Einige Hausanschlüsse sind abgerissen 
Auch die Telefonleitungen wurden überall ge 
stört. 
An der Bahnstrecke Flensburg—Leck waren 
allein über 48 Maste» umgeweht. 
Der Morgenzug hatte Verspätung, weit er in 
Wallsbüll den von Flensburg kommenden 
Hitfszug vorbeilassen mußte. Auch der abends 
von Niebüll nach Flensburg fahrende Zug kam 
nur langsam vorwärts, weil der Schneesturm 
an der ganzen Strecke viele Masten umgerissen 
hatte. 
Der Zug kam mit 5 Stunden Verspätung 
erst nachts nm 2 Uhr in Flensburg an. 
Schwer mitgenommen wurde auch die Ueber- 
landzentrale bei Lexgaard, wo 15 Masten um 
geknickt wurden. Auf den Bahnhöfen des gan 
zen Gebietes mußte der Verkehr bei Oellam- 
pen und Talglichtern abgewickelt werden. 
Beim Niebüller Wasserwerk mußte der einge 
baute Hilfsmotor in Betrieb gesetzt werden, so 
daß'die Wasserversorgung nicht unterbrochen 
war. 
Auch Leck war von 8 Uhr abends bis 6 Uhr 
morgens ohne elektrisches Licht. Der Schnee 
hatte hier eine Höhe von ist—12 Zentimetern 
erreicht. 
worden, den billigeren Wasserweg auch für 
Stückgutsendungen und Einzelladungen mehr 
als bisher zu benutzen. Auskunft über alle 
Fragen der Schiffsverfrachtung geben die 
Dienststellen der Kreisbahn, die den Hafen 
verwaltet. 
zt. Heide, 6. àan. Die Verteilung der Sti 
pendien aus der Boje-Stiftung und der Prall- 
Stiftung an bedürftige und würdige Studie 
rende wurde gestern durch den Ausschuß im 
Kreisbahnhof Heide vorgenommen. Wenn auch 
das Vermögen dieser beiden wertvollen Stif 
tungen durch die Inflation beträchtlich zusam 
mengeschmolzen ist, so konnten doch aus der 
Boje-Stiftung an 7 Studenten sThcologen, 
Philologen u. Lehrerl aus Norder- und Süder- 
Dithmarschen Stipendien verteilt werden Die 
verfügbaren Gelder aus der Prall-Stiftung 
werden der Bestimmung entsprechend nur für 
Studenten airs Norder-Dithmarschen ver 
wandt. 
bd. Albersdorf, 6. Januar. Der Landwirt 
schaftlichen Haushaltungsschule ist vom Re 
gierungspräsidenten im Einverständnis mit 
folgender Berechtigung verliehen worden: 
1. Ter einjährige Besuch der Landwirtschaft 
lichen Haushaltungsschule befreit von dem 
Besuch der ländlichen Fortbildungsschule, der 
Hauswirtschaftlichen Berufsschule sowie vom 
hauswirtschaftlichcu Unterricht der gewerbli 
chen Berufsschule,' 2. der erfolgreiche Besuch 
des einjährigen Lehrgangs wird als Frauen- 
lehrjahr im Sinne des Erlasses M. f.L. vom 
28. Januar 1929 — 149 100 — angerechnet,' 
3. die Schule kann Probelehrerinnen ausbil 
den. 
Aordfrieàà 
Von der aneeblichcn „Lusttama* 
Flaschenpost". 
Husnnļ, 6. Januar. Zu der Geschichte der 
auf Langenetz angetriebenen „Lusitania"-Fla- 
schenpost, die in Amerika naturgemäß großes 
Aufsehen erregt hat, bemerken die H. N.. daß 
der Fund schon Ende November o. I. gemacht 
worden ist. Ter Zettel habe die Namen von 
10 Passagieren, Offizieren und Schiffsärzten 
enthalten, dazu die Bemerkung, „10 Minuten 
vor unserem Untergang". Urteilsfähige Per 
sonen, denen die Flaschenpost gezeigt wurde, 
Hal en sie — dem genannten Blatt zufolge — 
tatsächlich für echt gehalten. Man sandte den 
Fund an die Cunard-Linie, von der freilich 
keine Rückfrage eingegangen ist, io daß man 
— vorausgesetzt, das; der Zettel dort eintraf 
- vielleicht annehmen darf, daß man dort an 
derer Meinung über die Echtheit ist. 
Vsm MèLLàûàrr. 
gv. Jübek, 8. Jan. Reiterbund an der 
Treene. Die ordentliche Generalversammlung 
des Reiterbundes an der Treene fand am 8 
Sonntag in der Wirtschaft von Goos statt. 
Dem Bund sind die Vereine Friedrichsau, 
Treia-Langstedt und Sollerup angeschlossen. 
Der Bundesvorsitzende Landmann Hinrichsen, 
Sollerup, begrüßte die erschienenen Vertreter 
sowie den Geschäftsführer vom Provinzial- s 
verband, Major Sigget. Alsdann erstattete der 
Schriftführer, Landmann Franzen, Sollerup, 
den Geschäfts- und Kassenbericht. Aus dem 
Geschäftsbericht konnte mau entnehmen, daß ^ 
sich der Bund in diesem Jahre dem Provinzial- - 
verband angeschlossen hat. Des weiteren be- | 
richtete der Vorsitzende über seine Eindrücke 
auf dem Landesturnier in Segeberg. Alsdann 
erstatteten die einzelnen Vereine ihre Tätig 
keitsberichte, denen man recht erfreuliche Ar 
beitsergebnisse entnehmen konnte. Ferner 
wurde über das im Sommer stattgefundene 
Bundesturnier Bericht erstattet. Es waren 
Unstimmigkeiten laut geworden, die in der 
Versammlung besprochen wurden und in Zu 
kunft abgestellt werden sollten. Besonders 
wurde die Preisrichterfrage behandelt, da hier 
noch viele Unstimmigkeiten herrschen. Ferner 
wurde beschlossen, daß diesjährige Bundestur 
nier am letzten Sonntag im Juni abzuhalten 
und zwar in Treia. Sodann fand eine längere 
Aussprache statt über die Anstellung eines 
Vundesreitlehrers. Ta die Reitlehrersrage 
brennend war für die einzelnen Vereine hatte 
sich der Bund an den Provinzialrerband ge- , 
wandt um Uebcrlassnng eines . Reitlehrers. 
Vom Geschäftsführer .des Propinzialverbaiu. . 
des war der Reitlehrer Mateprang empfohlen,? 
der erst kürzlich an einem Reitlehrertursus in 
Kellinghnsen teilgenommen hat und gute Reit- 
und Fahrfähigkeiten besitzt. Nach langem Hin Z 
und Her wurde beschlossen, den Reitlehrer aus 
monatliche Kündigung bis zum Juni anzu- s 
stellen. Nunmehr erhielt Major Siggel das 
Wort und überbrachte zunächst Grüße vom „ 
Prvvinzialverband. Alsdann sprach er über 
Ziele und Zweck der Reitervereine sowie über 
Erziehung unserer Jugend und Erziehung des 
Pferdes. Besonders betonte er, daß in den,! 
ländlichen Reit- und Fahrvereinen eingehende 
Belehrungen stattfinden müssen über die 
Straßenverkehrsordnung, die der Leiter eines 
Gespannes unbedingt kennen muß. Ferner s 
teilte er mit, daß in nächster Zeit ein Reit 
lehrerkursus in Schleswig stattfinden werde 
Er empfahl dem Bund hiervon Gebrauch zu 
machen, da der Kursus vollständig kostenlos 
sei und der Bund dann selbst einen Reitlehrer 
habe. Nachdem der Geschäftsführer noch man- : 
che Anregung für die Reitervereine gegeben 
hatte, schloß er mit einem Hoch auf die ländli 
chen Reitervereine seinen Bortrag. Der Bun- 
öesvorsitzenüe dankte dem Geschäftsführer im 
Namen des Bundes für seinen aufklärenden 
Vortrag und betonte, daß durch die Anwesen 
heit des Geschäftsführers manche Fragen und 
bestehenden Zweifel ihre Erledigung gefun 
den haben Bei der Wahl des Bundesvorsitzen- 
den wurde der bisherige Vorsitzende, Land- 
mann Hinrichsen, durch Zuruf einstimmig 
wiedergewählt. 
Hollingstedt, 6. Januar. Tie Bürgersteuer' 
wurde in einer Sitzung der Gemeinde-Vertre 
tung abgelehnt. Durch die Erhöhung der 
Kreisstcucrn ist auch eine Erhöhung der fest 
gesetzten Steuersätze nicht notwendig. 
LasrKfchaşi ŞSeslļe-r. 
Gettorf, 6. Januar. Lebensmüde. Am 
Sonntagnachmittag unternahm ein hier be- 
dienstetes junges Mädchen Dorothea H. ans 
Zwickau i. S. einen Selbstmordversuch durch 
Vergiftung. Nach Behandlung durch einen hie 
sigen Arzt wurde die Lebensmüde, die die 
Tat ans Liebeskummer begangen haben soll, 
dem Kreiskrankenhans in Eckernsörde zuge 
führt, wo sie abends gestorben ist. 
LamMen-ZrrbWcrr. 
Die Eheleute Friedrich Krambeck und Frau 
Dorothea geb. Wilde in Brunsbüttel feiern 
am 30. d. Mts. das Fest der Goldenen Hochzeit- 
Weit über die Grenzen der Kirchipielsge- 
meinöe, wohl selbst über die des Kreises hin 
aus, ist das Jubelpaar bekannt. Mndder 
Krambeck, die nimmermüde und immer hilfs 
bereite Hebamme ist ein Stück Geschichü
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.