für nothwendig zu halten. Nach dem Be
richt der „Staatsbürgerzeitung" war das
Auftreten Ahlwardt's hauptsächlich dazu
bestimmt, nachzuweisen, daß alle bisherigen
antisemitischen Parteiungen für sich nichts
Werth sind und deshalb in eine große Par
tei Ahlwardt aufgehen müssen. Im In
teresse dieses hohen „heiligen" Zieles sei
die Einberufung eines deutschsozialen Par
teitages noch in diesem Sommer nothwen
dig. Insbesondere, so meinte Ahlwardt,
sei von den Konservativen nicht viel zu er
warten. „Ein Theil sei zu eng mit dem
Judenthum verbunden, und diejenigen
aufrichtigen Seelen, die mit Gott für Kaiser
und Reich gegen Juda zu kämpfen gewillt
sind, würden bald kampfesmüde zurücktreten.
Die christlich-soziale Partei hat große Ver
dienste, Stöcker hat die Massen aufgerüttelt,
er hat in der Judenfrage die Prämissen
scharf gezeichnet, aber die Konsequenzen
mag er nicht ziehen; die platonische Liebe
zu den Konservativen ist die, ihm nach
schleifende Kette, die ihm zur Erfüllung
seiner welthistorischen Mission nicht kommen
läßt. Zwei Seelen wohnen in seiner Brust.
Aber auch die antisemitische Volkspartei
vermag die Gesammtaufgaben, welche sich
der Antisemitismus zu stellen hat, nicht zu
umfassen. Dr. Böckel ist ein ausgezeichneter
Arganisator: aber seine Organisationen
passen nur Süddeutschland und das Partei-
Programm, wie es auf dem Parteitage zu
Dresden ausgebaut ist, umschließt nur ein
zelne Berussklassen, während die antisemi
tische Bewegung alle Stände von den
untersten bis in die höchsten Schichten hin
auf durchzieht."
— Im socialistischen Lager sind aber
mals Meinungsverschiedenheiten unter den
Führern zu Tage getreten. In einem
Briefe Voll mars heißt es:
„Auch ich bin der Ansicht, daß die sozialisti-
fche Partei keinen Grund hat, mit ganz be
sonderer Erbitterung die Idee vom Staats
sozialismus selb st zu bekämpfen. Unsere
Partei hat im Gegentheil in ihr Programm eine
ganze Reihe Bestimmungen aufgenommen, die
die stufenweise Vorbereitung einer besseren so.
zialen Organisation zum Zwecke haben, und die
man wohl als eine Annäherung an den
Staatssozialismus betrachten kann. Auch
bei der neuen Redaction unseres Programmes
1891 zu Erfurt haben wir uns geweigert, einen
Artikel aufzunehmen, wie man uns vorgeschlagen
halte, der sich gegen den Sļaaļssozialismus
richtet . .
In schroffer Weise wird dann in dem
„Vorwärts" gegen Vollmar ausgeführt:
„Nicht wahr ist, daß wir in Erfurt, wie der
Brief v. Bollmar es insinuirt, einem gegen den
Staatssozialismus sich richtenden Artikel aus
Hinneigung zum Staatssozialismus die Auf
nahme ins Programm verweigert hätten. Der
bezügliche Passus, der den Staatssozialismus
sehr scharf characterisirte (die Verbindung der
wirthschastlichcn mit der politischen Sklaverei
bezweckend), wurde bloß deshalb nicht in das
Programm aufgenommen, weil dieses seiner
ganzen Fassung nach dem Staatssozialismus so
diametral entgegengesetzt ist, daß — wie aus
drücklich bei der Berichterstattung erklärt ward
--- die Formulirung der Gegnerschaft überflüssig
erschien. Da die Nichtaufnahme des Passus,
wie der Brief v. Vollmars beweist, zu einem,
allerdings fast unbegreiflichen Mißverständniß —
v. Vollmar saß selbst in der Programm-Kom-
mission — Anlaß gegeben hat, so könnte man
beinahe wünschen, daß jener Passus in das
Programm Aufnahme gefunden hätte. Von
staatssozialistischen Vellcitäten (Gelüsten) müsse
man die Partei rein halten. Principiis obsta,
dem Anfang widerstehe!"
— Den Kampf gegen Vollmar hat
Liebknecht am Mittwoch-Abend in einer
sozialdemokratischen Versammlung in Rix-
dorf in voller Schärfe aufgenommen. Bei
Besprechung des jüngsten Briefes von Boll-
mars verwies Liebknecht zunächst auf die
betreffende Auslassung des „Vorwärts" zu
dieser Angelegenheit und bemerkte dann:
Wer behaupte oder in vollem Maße glaube,
das sozial-demokratische Programm in der
neuen Fassung bederite eine Annäherung
nn den Staatssozialismus, der müsse ent
weder vom Staatssozialismus oder
von der revolutionären Sozialdemokratie
oder gar von beiden andere Begriffe haben
als er (Liebknecht) und — so hoffe er —
als auch die gestimmte Partei. Es sei
übrigens eine Art Faschmünzerei, von
Staatssozialismus zu sprechen, was man
so nenne, das sei überhaupt gar kein So
zialismus. Die Sozialdemokratie wende
sich gegen den Kapitalismus in jeder Form.
Wenn nian aber den heutigen Staat zum
Unternehmer mache, so sei derselbe nicht
minder ein ausbeuterischer Kapitalist als
der Privatunternehnier; die Verhältnisse der
lieben zu können glaubte und von dem ich
jetzt annehmen muß, daß er meine Freund
schaft nicht nur verschmäht, sondern daß er
sie auch nicht verdient."
(Fortsetzung folgt.)
Arbeiter würden durch Verstaatlichung der
Betriebe — wie das so viele practische
Beispiele, u. a. das Eisenbahnwesen zeigen
— nicht bessere, sondern eher noch schlech
tere. Dazu komme noch die durch die Ver
staatlichung wachsende gleichzeitig politisch-
büreaukratische Macht des Staates, deren
Folgen sich u. a. namentlich in der Beein
flussung bei den Wahlen zeigen. — Die
Sozialdemokratie trage stets Bedenken,
Unternehmungen aus Privathänden zu
nehmen und dem Staate zu geben; in den
wenigen Fällen, wo sie für die Verstaat
lichung eingetreten sei, da habe es sich um
Unternehmungen gehandelt, bei denen keine
kapitalistische Ausbeutung zu befürchten
war. — Es sei also ein schwerer Fehler
von dem betreffenden Parteigenossen —
den Namen v. Vollmar vermied Liebknecht
geflissentlich zu nennen — gewesen, zu be
haupten, daß das sozialdemokratische Pro
gramm eine Annäherung an den Staats
sozialismus bedeute. — An dem Tage,
wo die Sozialdemokratie den Staatssozialis
mus in ihr Programm aufnähme, würde
sie geradezu Selbstmord begehen. Vor
stehende Auseinandersetzung zwischen Lieb
knecht und Vollmar ist gewiß sehr inte
ressant. In der Sache selbst ist es bezeich
nend, daß Herr Liebknecht völlig außer
Stande >var, nachzuweisen, inwiefern der
sozialdemokratische Staat denn im Stande
ist, die allgemeine Verstaatlichung der Be
triebe durchzuführen, ohne zugleich alle
jene wirthschaftlichen sozialen und politischen
Nachtheile herbeizuführen, welche Herr
Liebknecht mit Recht den Verstaatlichungen
zum Borwurf macht. Das ist wieder ein
mal ein Punkt, wo an die sozialdemokrati
schen Jünger der Anspruch erhoben wird,
einfach dasjenige schlankweg und unbesehen
anzunehmen, was man ihnen nicht beweisen
kann.
Berlin, 8. Juli. In überaus stürmischer
Versammlung beriethen gestern über 1000
Cigarrenhändler, darunter auch einige
kleinere Fabrikanten, über dieSonntags-
ruhe. Der Referent versicherte, daß der
vorige Sonntag eine Mindereinnahme von
50 bis 60 Prozent gebracht habe. Einige
sozialdemokratische Händler, die vor über
eilten Beschlüssen tvarnten, wurden nieder
geschrieen. Es wurde folgende Resolution
vorgeschlagen: Die Sonntagsruhe sei noth
wendig und zweckmäßig. Es müsse aber
den Cigarrenhändlern der Verkauf bis 3
oder 4 Uhr gestattet sein, oder auch allen
anderen Gewerbetreibenden, den Gast- und
Schankwirthen verboten werden. Der erste
Theil, daß die Sonntagsruhe nothwendig
sei, wurde fast einstimmig abgelehnt, der
zweite Theil angenommen. Ferner wurde
die Gründung eines Vereins zur dauern
den Wahrung der Interessen der Cigarren-
hündler beschlossen.
Cleve, 8. Juli. Prozeß Buschhoff. In
der heutigen Sitzung ersuchte der Präsident
den Berliner Berichterstatter Hugo Fried
länder, einen Irrthum in seinem Referat
zu berichtigen. Der Präsident ließ aus dem
Aktenprotokoll feststellen, daß der Zeuge
Hegmann die Frage, ob er an Buschhoff's
Händen Blut gesehen habe, verneint hat,
während der Bericht den Zeugen sie be
jahen läßt. Friedländer bemerkt, daß dieser
Irrthum auf einem von ihm sogar corri-
girten Druckfehler beruhe. — Rechtsanwalt
Fleischhauer macht darauf aufmerksam, daß
mehrere Zeitungsberichte von Unwahrheiten
strotzten und tendenziös entstellt seien. Cap-
lan Gresser bekundet alsdann, er habe den
Heilgehülfen Renning, den Kaufmann
Küppers und den Metzgermeister Junker
mann zur Abfassung von Gutachten über
den Fall aufgefordert, und diese im „Xan-
tener Boten" veröffentlicht. Es habe Junker
mann das Gutachten entworfen und es ihm
vorgelesen. Junkermann habe dann das
Gutachten abgeschrieben. Er habe die Gut
achten, die er sämmtlich entivorfen, infolge
der Angriffe im „Clever Kreisblatt" ver
anlaßt. Er habe vor den Exzessen, die
gegen die Juden verübt wurden, gewarnt,
und sei deshalb „der Judenkaplan" ge
nannt worden.
In Leipzig wird ein Aufruf jüdischer
Eimvohner an die christlichen Mitbürger
in den Blättern veröffentlicht. Der Auf
ruf ist gerichtet gegen die antisemitischen
Talmuderklärungen. In dem Aufruf heißt
es unter anderem: „Aus der Bethätigung
politischen und kommunalen Wirkens ver
drängt, gesellschaftlich zurückgesetzt, von allen
Aemtern und Würden ausgeschlossen (ob
wohl die Staatsverfassung volle Gleichstel
lung der Staatsbürger ohne Unterschied des
Bekenntnisses fordert), im Erwerbe aufs
Empfindlichste bedrängt, ist es bei uns in
Leipzig thatsächlich soweit gekommen, daß
der Verkehr an öffentlichen Orten für die
Juden die Gefahr enthält, auf das Gröb
lichste persönlich insultirt zu werden."
- In Kolmar im Elsaß ist ein großer
Reblausheerd entdeckt worden. Unter
den Weingutsbesitzern herrscht lebhafte Auf
regung. Geeignete Maßnahmen zur Be
kämpfung der Reblaus sind getroffen.
Provinzielles.
Angeln, 6. Juli. Die bekannte Maga -
rinefabrik von A. L. Mohr-Bahren-
feld bei Ottensen hat neuerdings einer
ganzen Anzahl hiesiger Meiereien das An
erbieten gestellt, in den Meiereien Käsereien
zur Herstellung von Chaddar-Käse einzu
richten, bei welchem Verfahren das der
Magermilch entzogene Butterfett durch Zu
satz von Margarine ersetzt wird. Der Zu
satz ist 7 Pfd. Margarine pro 100 Liter
Magermilch. Das Margarine wird franko
von Mohr geliefert, dagegen im Käsegewicht
abgezogen. Gezahlt wird für den Käse
nach 21tägiger Liegezeit 19—21 Pf. pro
Pfund. Die sämmtlichen Apparate zur
Käsefabrikation, sowie eine Person zur Er
lernung der Käserei stellt Mohr. Ueber
die Rentabilität werden folgende Angaben
gemacht: aus 100 Liter Magermilch mit
7 Pfund Margarinezusatz werden 20 Pfd.
ablieferungsfähiger Käse, hiervon der Mar-
garinzusatz von 7 Pfund abgezogen, bleiben
dann 13 Pfund Käse. Bei einem durch
schnittlichen Preis von 19 '/ 2 Pfg. ergiebt
eine Verwerthung von 2'/ 2 Pfg. pro Liter
und die Molke. Da nun, wir fügen aus
drücklich hinzu nach den Angaben, bei der
Verkäsung sich alles zugemischte Fett im
Käse bindet, sondern 3 U pCt. in der Molke
bleiben, soll die Molke denselben Futter
werth als die Magermilch, sowohl zur
Schweinemast als auch zur Kälberaufzucht
haben, und sogar das Vieh hier noch ein
besseres Gedeihen zeigen als vorher bei der
Fütterung der Magermilch. Wenn diese
Angaben sich als richtig Herausstellen, dann
natürlich wäre der Erlös für Käse so zu
sagen reiner Verdienst. — Bis jetzt sind,
so viel bekannt noch keine der hiesigen
Meiereien auf das Anerbieten eingegangen,
während in Holstein mit ca. 40 Meiereien
dahingehende Kontrakte abgeschlossen sind.
Jedenfalls ist auch die größte Vorsicht an-
zurathen, bevor in der Sache bindende Ab
machungen getroffen werden, da unserer
Ansicht nach trotz der Hochschätzung der
Margarinemolke, zur Aufzucht von Kälbern
und Ferkeln die Magermilch unentbehrlich
ist, hiernach also während des größten
Theils vom Jahre dem Landmann die
Magerinilch nur in sehr beschränktem Maße
genommen werden kann. Es steht also bei
Abmachung des bezüglichen Kontraktes in
Frage, ob auf diese Weise die Magermilch
so hoch verwerthet werden kann, daß eine
Einschränkung der Viehzucht ohne Nach
theil auf die gesammte Wirthschaft geschehen
kann. (Schl. Nachr.)
Am 5. Juli feierte der Bürgerwort
halter Andreas Hinrichsen in Eckernförde
sein 25jähriges Amtsjubiläum. Von den
städtischen Collegien ward dem Jubilar ein
Pokal überreicht.
Die städtischen Kollegien in Altona be-
ivilligten 500 Mark, um im nächsten
Winter in beiden Knaben-Mittelschulen einen
Lehrgang für Handfertigkeitsunterricht ein
zurichten.
— Nortorf, 8. Juli. Herr Pastor
Myrau in Westerhever wird demnächst nach
Flensburg übersiedeln, um dort die Stelle
eines Divisionspfarrers zu übernehmen.
Genannter Herr wirkte vor 2 Jahren als
Pfarradjunkt an hiesiger Gemeinde. — Die
Arbeiten an unserer Brauerei „Holsatia"
sind dieser Tage wieder in Angriff ge
nommen und sollen durch die Hinzuziehung
verstärkter Arbeitskräfte in energischer Weise
gefördert werden. — Daß die Pferdezucht
auch in unserer Gegend immermehr Be
achtung findet, beweist die Thatsache, daß
verschiedene Landleute sich in den Besitz
werthvoller Zuchtstuten gesetzt haben. So
kaufte dieser Tage Herr Hufner Rathjen
in Jnnien eine Zuchtstute aus der Scester-
müher-Marsch zum Preise von 1500 Mk.
— Der bei Neumünster belegcne „Staats
hof" wurde an einen Herrn Post aus West
falen für die Summe von 40,000 Mark
verkauft. — Am letzten Sonntag fand in
Bordesholm das Sommerfest der Mittel
holsteinischen Kreis-Verbindung der Männer
und Jünglingsvereine statt.
—n. Jevenstedt, 8. Juli. Auch in Nien-
kattbeck wird nun noch eine Genossen
schaftsmeierei errichtet werden. Die
Aufführung des für dieselbe erforderlichen
Gebäudes ist an hiesige Handwerker ver
geben, während die maschinelle Einrichtung
der Firma Rohwer L Ehlers in Neu
münster übertragen wurde. Letztere wird
u. A. eine sog. Balance-Centrifuge liefern
und zwar von der Größe, daß dieselbe
stündlich 1000 Liter Milch zu verarbeiten
im Stande ist. — Für die Heuernte
war die Witterung in den letzten Tagen
leider recht wenig günstig. In Folge des
starken und anhaltenden Westwindes sind
unsere nach der Eider hin belcgenen Wiesen
wiederum unter Wasser gesetzt. An nicht
wenigen Stellen treibt das schon gemähte
Gras, beziehungsweise Heu thatsächlich iw
Wasser.
* Rendsburg, 8. Juli. Wie sich nach
träglich herausstellt, ist die am Kronwerk
in der Eider gefundene Leiche nicht die
jenige eines Lübecker Sängers, sondern eines
Arbeiters aus Duvenstedt gewesen, der aus
Schweden gebürtig ist.
^ Rendsburg, 9. Juli. Die Verhand
lung vor der Strafkammer in Kiel gegen
den Arbeiter Joachim Dencker von hier
hat nunmehr stattgefunden. Der Ange
klagte hatte, wie seinerzeit berichtet, ein
Raub- und unsittliches Attentat gegen die
Kinder eines ans Suhmsberg wohnenden
Schneidermeisters versucht. In der Ver
handlung, zu welcher 11 Zeugen geladen,
Ivar D. geständig und ivurde zu V/ 2 Jahren
Zuchthaus verurtheilt.
X Rendsburg, 9. Juli. Der gestrige
Weststurm hatte einen derartig hohenWasser-
stand der Untereider herbeigeführt, daß die
Wiesenthäler der in die Eider mündenden
kleinen Flüffe theilweise überschwemmt
ivaren und eine Menge Gras und Hen
iveggespült wurde. Auch dem noch auf
dem Halm stehenden Futter ist ein erheb
licher Schaden zugefügt worden.
X Rendsburg, 9. Juli. So weit es
sich bis jetzt hat feststellen lassen, hat die
Gesammteinnahme beim Sängerfest reichlich
15,500 Mark ergeben. Die Ausgabe war
bekanntlich auf reichlich 21,000 Mk. ver
anschlagt, doch ist noch nicht festgestellt, wie
groß sich dieselbe in Wirklichkeit gestaltet.
So viel steht indeß fest, daß nach Ver
brauch der von der Stadt und der Spar
und Leihkasse gezeichneten Summen von zu
sammen 5000 Mark ein wesentliches De
fizit nicht vorhanden ist.
* Rendsburg, 8. Juli. (Luthersest'
spiel.) Von Altonaer Lehrern, die im Mo
nat Juli in den meisten größeren Orten
unserer Provinz das Lutherfestspiel von
Dr. Hans Herwig aufführen, wird auch
unserm Orte ein Besuch abgestattet werden.
Es wird jedenfalls allgemein mit Freude»
begrüßt werden, dies interessante und eigen
artige Werk des kürzlich verstorbenen Ver
fassers kennen zu lernen, das bei den Aush
führungen in vielen großen Städten Deutsch
lands eine begeisterte Aufnahme gesunde»
hat. Auch in Altona, wo das Festspiel
vor einiger Zeit zur Aufführung gelangte,
fand das Werk, sowie die Darstellung vo»
seiten des Publikums und der berufenen
Kritik die wärmste Anerkennung. De»!
Reinertrag wird dem schleswig-holsteinische»
Erziehungsverein, der sich die Unterbringung
sittlich gefährdeter Kinder in guten Familie»
zur Aufgabe gemacht hat, überwiesen wer
den. Die großen Anstrengungen im In
teresse des gemeinnützigen Zwecks, welckst
bei der bedeutenden Zahl der darstellende»
Personen, bei dem großen Aufwand fist
Garderobe und Jnscenirung durchaus nicht
zu unterschätzeu sind, bedürfen eines all
seitigen Entgegenkommens des Publikums'
t Rendsburg, 9. Juli. Herr Peter
sen-Kronwerk kaufte das Gewese des Herr»
Gärtners Bock, Altstädter Gärten, m»
vollem Inventar für die Summe von 1900
Mark. Antritt am 15. d. Mts.
- Rendsburg, 9. Juli. Die Zufust
zum Ferkelmarkt war kaum so reichst»
wie in der Vorwoche, auch war der Hand»
flau und die Preise sehr gedrückt, so d»k
man 10—16 Mk. pro Ferkel nur erla»
gen konnte. — Butter 85—90 Pfg. p^,
Pfund. — Eier 1,20 Mk. per Stieg. )
Kücken 70 Pfg. bis 1 Mk. pro Stü»
— Bickbeeren 40 Pfg. — Erdbeere'
50 Pfg. — Stachelbeeren 10 Pfg. ^
Kartoffeln 15—20 Pfg. pro Liter. /)
Erbsen 10 Pfg. pro Liter. — Gurkst
15—50 Pfg. per Stück.
Kk
Vert
in (
Vere
Hain
See
Zahl
len
Stell
werd
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Nori
Safe
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wüns
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Kalis
40,0;
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los, s
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unser,
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reiche,
Fr is.
lagen
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Wi,
freier
bunge
Nissen
keit b
komm
zureic
Re
mittat
H. L
werde
liegen
Einüc
Br
Abend-Depeschen.
Berlin, 8. Juli. Der ehemalig
Ober - Präsident von Schleswig
Holstein, Baron von Scheel-Plesse''
ist gestorben.
sowie
für