Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

Westen , und mehr noch von Nordwesten her , außer Zweifel setzen . Es geht freylich langsam mit diesem Fortrücken . Aber wie wichtig ist dieß auch nicht ; und was für Folgen drohet es nicht , wenn man ihm nicht begegnen kann . 
Ein anders ist noch das Verwehen des Sant des nach innen zu . Es ist sehr begreiflich , daß mehr Sand von den Dunen durch die westlichen Win - de nach Osten zu gebracht wird , als zurück von Osten nach Westen . Dieß ist schon merklich in Gegenden , die über eine Viertelmeile von den Dünen abliegen . Man hat in allen tandern Beyspiele sehr fürchterlicher Sandüberschwemmungen , wir haben sie leider auch auf unserer cimbrischen Halbinsel . Sie finden sich überall , wo Dünen liegen . In Iütland sind langst der ganzen Westküste die Folgen davon erstaunlich» Was kann man diesen Fluchen entgegen seßen , die un - fern besten , fettesten Boden in Sand zu begraben drohen ? 
Die Ursache des gedachten Fortschreitens derDü - Ken ist ganz offenbar . Ich sähe ihre Wirkung auf der Stelle . Es ist der Wind . Auch das lVie diese Ursache wirket , ist begreiflich . Indem die west . lichen Winde den Sand von außen gegen die Dünen hinaufführen , und über sie weg auf die östliche Seite wehen , muß selbiger größtentheils so gleich an dieser Seite wieder niederfallen . Es ist inwendig stille . Etwas wehet weiter , wie schon gedacht , und verdirbt das Land . Aber das meiste fällt so gleich an der innern Seile herunter . Daher das beständige Ueber - wälzen , von oben nach unten an der inner»» Seite , und von der äußern wieder aufwärts nach oben . Die grünen Pflanzen , welche ich oben auf den Dünen und an der inwendigen Seite sähe , waren eben so , wie die an der äußern Seite , schon zur Hälfte mit dem an - zewehten Sande bedeckt . 
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