Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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schweren . Zum Glück ist dieß bey den Marschäckern nicht so schädlich , als bey andern , die mit weniger Sorgfalt bebaut werden ; aber ich habe doch Klag« , darüber gehört . 
Was am meisten fehlt , ist , daß man nicht halb den Dünen mehr Bäume und Sträucher zu hen sucht , um die anliegende Aecker zu decken . Allein am Ende ist freylich die größte Quelle des Uebels diese , daß man den Sand an der äußern Seite der Dünen nicht festmachen und halten kann . Daher meine ich , man müßte alles dahin richten , um wenigstens die obern Theile der Dünen zu verwahren , daß der Sand nichtauf und über sie gewehet werde . Er mag gern auswärts auf den Strand zurückfallen . Es müßten da aber Sandfanger oder Sandwehren angebracht werden ; und gerade zu diesem Zweck habe ich hier kei« ne Anstalten gesehen . 
Bäume und Gebüsch , so viel es angeht , inwen» dig am Fuß der Dünen , ist «in sehr nützlicher Vor - schlag , aber auch ein Vorschlag , der nur auf demPa« pier gut läßt , wenn es wahr ist , was man hier glaubt , daß sich keine Bäume in diesen nordlichen Seemarschen halten lassen . Das hat man mir mit , ich weiß nicht , wie vielen Proben beweisen wollen . Ich habe selbst , und nicht bloß in der Nähe der See , sondern so gar zwey Meilen davon ab , in dem Kirchspiel tunden ein« mal gefunden , daß bey einem Nordwestwind der Regen von den Bäumen einen salzigen Geschmack hatte ; und näher an der See habe ich allenthalben Bäume ange - troffen , die an der Nordwestseite abgestreift , und wie verbrannt aussahen . Also kommen die Bäume nicht fort ? Sicher nicht , wenn man sie einzeln und getrennt setzt . Aber auch nicht , wenn man sie dicht und in großem Haufen setzt ? wenn man solche , als die hohen Sahlweiden ( falix cupreaLin . ) , zu äußerst gegenWesten 
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