Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

seinem Wagen fctft Deich herunter gesegelt . Wir hat . ten natürlich nicht Lust , einen solchen artigen Versuch zu machen , und entschlossen UNS also , an den schlimm« sten Stellen zu Fuße zu gehn . Das zögerte aber und ermüdete uns . Wir kamen indessen zur rechten Zeit dahin , bey der Hohlsien Ebbe . Ich nahm so gleich den Wirth au6 dem Hanse , wo wir abtraten , und ei - nen an dem dortigen Deich arbeitenden Mann mit , wickelte mich in meinen Mantel , und ging nach dem Gefahrdeich hin . Hier hatte ich noch den herrlichen Anblick von den tobenden Wellen und den Brandungen draußen an den Sandhügcln des Strandes , und besah die dortigen Anstalten , die am Ende kaum der Mühe Werth waren , welche ich mir ihrenlwegen gemacht hatte . 
Die Deiche in der ganzen Strecke von den Dünen hinaus bis Westenhever gehören unter die stärksten und höchsten in Eyderstedt . Diese Höhe ist ihnen aber unentbehrlich , weil sie , wie fast alle Eyderstedtische Deiche an der innern Seite steil sind , so daß feine gentliche Kammstürzung erfordert wird , sondern nur die Wellen etwas überschlagen dürfen , um sie in Ge - fahr zu setzen , zu innen an ihrem Fuß ausgespühlr , und ruinirt zu werden . Der Theil von Leykenhusen bis Stockhusen ist der gefahrlichste . 
Auf eine Stelle , die man noch die Schanze nennt , wovon jeho nichts mehr als der Name übrig ist , warf ich einen Blick , weil mir die alte lVogmannsburg aus dem vierzehnten Iahrhun . de« einfiel . Ein Raubnest , das hier gestanden hat , bey dessen Eroberung nach Dankwarths * ) Er» Zahlung eine friesische Jungfer das nemliche that , was 
F 5 die 
" ) LandeSbeschreibung von Schleswig vnd Hollsttin .
	        
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