Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

und muß am Ende unzureichend befunden werden . Alsdann kommt es darauf an , die beyden Arten von Werken in gehöriger Proportion mit einander zu ord - nen und zu verbinden , nach und nach sie einzurichten , keine Ausgaben zu früh , aber auch ja nicht zu spat , gemacht , bis man nach und nach , so wie der An - griff fortdauert oder gar starker wird , die Werke zu dem Grade der Starke im Widerstande gebracht hat , daß die höchste Wuth des Meers , wie sie an un> fern Küsten ist , ausgehalten werden kann . Alle an - dere Einrichtungen sind höchstens Pallative , die ihren Nutzen haben können , aber selten der Kosten werth sind , die sie erfordern . Dieß bitte ich , liebster Onkel , bloß als einen noch rohen Entwurf anzusehen , der mir schon mehrmalen an der See in den Sinn gekommen ist . Ich hoffe , zumal in den hollandischen Provinzen , Stellen zu treffen , wo man den Kampf gegen die Na - kur besteht . Da will ich meine Idee mit der Ersah - rung naher vergleichen , und sie weiter auebilden , oder , wenn sie irrig ist , abändern . 
Eine Stunde brachte ich auf dieser schlimmen Ecke ohngefehr zu . Die starken Brandungen unten an den Sandhügeln machten bey mir den Wunsch kege , daß es hohe Fluth seyn mögte , um es noch hafter zu fühlen , wie es zur Zeit einer Sturmfluth an solchen Stellen aussehe . Aber das konnte ich nicht erwarten , wenn ich auch länger mich aufhalten wollte . 
Als ich im Wirthshaufe zurück war und mir das Gesehene in meiner Schreibtasel bemerkt hatte , machte ich auch , daß ich nach Garding herunter kam . Der Wind war uns auf den Rücken , und ich überließ mich in meinem hohen Wagenstuhl nun - gsnz leidentlich den 
Nach -
	        
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