Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

auswärtigen Handel geschickt , weil sie nicht gut sich halten kann . Aber ich muß sagen , ich glaube , die Kunst könne hier zu Hülfe kommen und sie dazu ge« schickt machen . Eö kommt dabey wohl aufs Einsalzen an . Indessen ist der Boden bey weitem nicht allent« halben gleich gut . Außer dem Stück Geest , worauf Garding liegt , und außer der Strecke von Mohr in dem nordöstlichen Theil , was man beydes nicht zu dem eigentlichen Marschlande rechnen kann , wird das übrige in Rücksicht auf seine Güte , gewöhnlich unter drey Klassen gebracht , eine Abtheilung , die wie alle ähnliche anderswo , den Unterschied nur roh und unbe» stimmt angiebt . Der recht gute Boden besteht aus sieben , acht bis zehn Fuß tiesliegenden fettem Kley , der keinen Dünger verträgt . Die weniger fetten Gründe sind mit mehr Sand vermischt . Im Durchschnitt kann man den Ertrag des Eyderstedter Bodens für Htel bis ~ höher annehmen , als den Ertrag von Dithmarfchen . 
Uebrigens liegt auch die Eyderstedtische Marsch an vielen Stellen auf einem moorigten Grunde . Um Bönning herum ist das Land am höchsten , und , was Zu den wenigen seltenen Fällen gehört , hat einzelne Stellen , die von dem Wasser bey den höchsten Fluchen in den lehtern Jahrhunderten nicht erreicht sind . Aber in der Tiefe findet sich Mohr . Der Tönninger Kirch» thurm steht auf eingerammten Pfählen . Dennoch hat wan nirgends Spuren , daß die Marsch sinke . Die Rudera der alten Vestungswcrke zu Tönning liegen immerfort , wie sie gelegen haben . Es giebt einige Koqe im Lande , wie z . B . das Kirchfpiel Poppenbüll , die sehr niedrig liegen , und fast nur als Viehweide zu gebrauchen sind . Aber diese Lage rührt nicht vom Sinken her . Es ist seit undenklichen Zeiten so gewe - fwj man hat dieß Land früher ein^edeichet , ehe der G - Boden
	        
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