Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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ich wenigstens bis dahin jetzo schon bestimmt beantwor» ten zu können , „ daß seit der Vedeichung des itöii * „ des mehr hinzu gekommen als abgegangen sey . " 
Ich habe in meinem letzten Brief schon erwehnt , daß es um Tönning herum verschiedene Stellen gebe , die höher liegen , als wohin die Finthen , auch die stark - sten reichen , z . B . die sogenannten Töfften bey Tönning , wohin auch in der - Fluch von 16Z4 . kein salzes Wasser gekomme» ist , ohncrachtet das iand herum ganz über» schwemmet war . Dankrvarth^ ) glaubt , diese hohen Marschländer könnten nicht durch die Ausschlickung entstanden seyn , müßten also , wie die Geest , vom An - beginn der Welt da schon gelegen haben . Das will mir freylich , wie Sie leicht denken , nicht recht in den Kopf , wenn mir gleich das : vom Anbeginn der lVelt des guten Dankwarths auch auf den Anbeginn unsers festen Landes , unserer cimbrischen Halbinsel einschränken , das ist , auf die Zeit , da die Geest trock» neö tand geworden , und dem Meer seine Granze , die es jeho hat , gegeben ist . Aber die Frage : woher denn dieß hohe über die höchsten Fluthen hervorragende Marschland sey ? wie es zu der Höhe gekommen ? sehet mich in Verlegenheit . Die eine halbe Meile lange , aber schmale 'Sandstrecke , worauf Garding liegt , mag immer als eine Insel schon aufTrocknem gekommen seyn zu eben der Zeit , als die übrige Geest vom Wasser frey ward . Sie ist so hoch als diese . Allein wie die hohen Marschen , die alle Zeichen vom Aufgefchlemmtscyn an sich haben ? Wenn es einzelne kleine Flecken waren , so mögte man denken , der Marschkley scy von Menschen darübergebracht . Aber dazu sind sie zu groß . Will man sie , wie einige In . seln in dem mittelländischen Meer , etwan durch irdische 
* ) E 148 . 
	        
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