Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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irdische Vulkane aus dem Wasser heben lassen , so ge» stehe ich , ich weiß nichts , womit man dieser Hypothese auch nur einen Anstrich vonWahrscheinlichkeit gebenkönne . Ich werde das Factum vorher noch näher untersuchen . Es wird ein dergleichen hohes iand in nordlichen Mar» schen noch mehr geben . Jetzo weiß ich noch keine Antwort auf die obige Frage , die mich befriediget . Zu Hypothesen nehme ich keine Zuflucht , so lange ich noch die Hoffnung habe , etwas sichers aufzufinden . So viel ist aber gewiß , die bloße Aufschlickung kann auf dem gewöhnlichen Wege keinen Boden über die höch - sten Finthen erhöhen , und hat es auch nirgends bey keinem Außendeich dahin gebracht . Will man nach der ersten großen Revolution , die unsre Geest auss Trockne brachte , noch eine nachherige Veränderung in der Fläche dcö Meers annehmen , oder gar die Hypo - theS von der allgemeinen Verminderung des Wassers dazu herholen , so sind Erklärungen genug zu finden . Aber , wie gesagt , ich will mich hier , und jetzo wenig , stens , noch nicht damit befassen . 
Eyderstedt hat nicht abgenommen an Marfchbo - den , seitdem die Eindeichung eingeführt ist , im zen nicht . Aber vorher , ehe man deichte ? Da mag es geschehen seyn . Süderstrand , eine Insel , die noch im izten Jahrhundert da gewesen ist nach der Charte beym Dankwarth , ist gänzlich vergangen . Sie scheint dem Umfange nach mehr als die Hälfte des jetzigen EyderstedtS betrogen zu haben . Ist die gedachte Charte zuverlässig , so hat diese Insel aus einer Gruppe von Sandhügeln bestanden , die mit Wasser durchschnitten , mit Schlick zum Theil überzo - gen , in den Niedern Stellen damit ausgefüllt , und an dem Umfang , zumal an der Westseite mit Dünen be - setzt gewesen ist . Auch ist es außer Zweifct , daß z „ We - 
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