Marschen liegen im Schuh der Dünen , hinter denen das Land aufgeschlickt ist . Noch jctzo liegen Dünen an den Inseln an der Westseite gegen die See zu . Wie die Dünen entweder vergehen , oder allmahlig einwärts rücken , nehmen die Inseln an der Westseite ab , und der Schlick , der zu Westen weggespühlt wird , setzt sich Zwischen den Inseln und dem schön bedeichten Lande wie - derum an . Wenige Stellen ausgenommen sindet man an dem ganzen hiesigen Ufer Ausschlickung und Anwachs .
In Husum war ich zu kurze Zeit , um Ihnen etwas mehr davon sagen zu können , als daß ich noch dieselbige Lebhaftigkeit deö Gewerbes daselbst bemerkte , die ich aus meiner Jugend her kenne . Die dastgen Brauereyen sind noch die alten friesischen Vrauereyen / haben noch den altenAbsah an Bier insEyderstedtische ünd noch mehr hieher ins Friesische bis Tondern .
Von Husum an findet man anfangs zu Norden der Hcver noch so ziemlich alles nach der Mejerschen Charte , oder doch ohne besondere Veränderungen . Man kommt zunächst auf den Purren - Kog , an dessen Deich ein hohes Ufer stößt , das ebenfalls zu dem ho« hen Marschlande gehört , dessen ich in meinem vorigen Briefe erwehnt habe . Dann folgen die Deiche so Ziemlich nach der Charte . Aber weiter hin sind die neuen Koge , die man in diesem Jahrhundert bedeicht Hot , und worunter der so genannte Demercieren - kvI für mich vorzüglich sich auszeichnete . Hier hört die Charte auf , der Wegweiser zu seyn . Sie hat mir im Ganzen doch den Dienst gethan , daß sie die Lage des Ufers gegen die See im allgemeinen übersehen ließ , wornach ich oftmals ganz richtig meine Erwar . tungen von den Angriffen des Wassers zum voraus schon machte , ehe ich hinkam , und sie durch den An - blick bestätigt fand . Davon im nächsten Briese mehr . Dieser soll die Vorrede zu meinen hiesigen Beobach - tungen abgeben . Ich bin : c . ic .
Neunzehnter