Full text: Über Perthitfeldspäthe

30 
Betreffs des Orthopinakoid beruft er sich auf Lehmann, der hier 
eine Art Gleitfläche angenommen hat. Die sekundäre Teilbar 
keit bringt der Verfasser in Zusammenhang mit „einer an 
fangenden Auflösung längs den Verwachsungsflächen der wahr 
scheinlich vorhandenen primären, submikroskopischen Ver 
wachsung von Albit und Orthoklas parallel (8aPoo)“. Dort sind 
bereits die ersten Spuren einer beginnenden Zersetzung zu er 
kennen. Bröyger unterscheidet also eine ursprüngliche Ver 
wachsung von Mikroperthit, parallel einem steilen Orthodama 
(ungef. 8jPoo) und eine sekundäre parallel dem Orthopina 
koid. Schliesslich spricht er noch die Ansicht aus, dass die 
monosymetrische Natronorthoklassubstanz in den ihm vor 
liegenden südnorwegischen Stücken als Kryptoperthit an 
zusehen ist. Diese Auffassung erhält nach seinen Ausführungen 
auch dadurch Berechtigung, wenn man den analogen Fall gelten 
lässt, dass der Kaliorthoklas pseudomonosymmetrisch und eins 
mit Mikroklin ist. 
1897 B. Kühn bezieht sich bei seinen Untersuchungen auf die 
S.361 von J. Lehmann geäusserte Vermutung, es habe ursprünglich 
362 ein Kalinatronfeldspath Vorgelegen. Indem die früher bestehen 
den Bedingungen gestört wurden, und infolge äusserer Einflüsse 
auf das Gestein kam eine Trennung von Orthoklas und Albit 
zustande. Er glaubt einen Beweis für diesen Satz in einem 
Dünnschliff nach einem Stück des Gesteins von Visvis gefunden 
zu haben, ln den perthitischen Albitlamellen waren kleine 
Muskowitschüppchen zerstreut, während der die Grundmasse 
bildende Orthoklas frei davon war. Auf Grund der Annahme, 
es habe ursprünglich eine Mischung von Orthoklas- und Albit- 
substanz Vorgelegen, und zwar wie das Bild zeigt, das Natron 
silikat in bedeutend geringerer Menge, könnte man vermuten, 
die Albitmasse wäre aus irgend einem Anlass zur Ausscheidung 
gelangt, dabei wurde das Kalisilikat, das an dieser Stelle frei 
werden musste, als Muskowit ausgeschieden und von Albit 
umschlossen. 
1891 Eine interessante Schilderung geben A. Sauer und N. V. 
Ussing vom Pegmatit von Gasern. Es liegt eine mikroperthitische 
S.196 Verwachsung zwischen Mikroklin und Albit vor. Der die
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.