die gemeinschaftliche Arbeit ; aber nichts besser als die gemeinschaftliche Bezahlung , wobey die Kosten zu glei« chen Theilen von allen , welche der Deich beschützt , ge . tragen werden . Dieß ist die natürlichste Einrichtung . Die Arbeit wird öffentlich an den verdungen , der sie für das wenigste unternimmt . Auf diese Art kann das Geld selbst von den Einwohnern verdient werden , wel» che just zur Arbeit haben , und die , wenn sie nahe an dem Deich wohnen , sie für weniger übernehmen können . Vielleicht ist es noch besser , mich in dieser Communion ein gewisses Maß zu halten . Die gewohnlichen Aus« besserungen könnten von den ungewöhnlichen unterschie - den werden . Aber ist nur die Aussicht so scharf und genau , wie die Deichöpolizey ftyn soll und muß , so mag man alles gemeinschaftlich machen . Wenn hie Frage vorkommt , ob lieber alles auf gemeine Koste» , oder al« les in den einzelnen Deichstheilen <uif Kosten der Ein« zelnen gemacht werden solle ? wohin das alte so genann» te Schadenlandrecht ging , so gsaube ich nicht , daß man den geringsten Anstand nehmen müsse , für das erste zu entscheiden . Auch das Hilst nicht , daß man den einzelnen bei ) außerordentlich schweren Beschädi» qungen eine kleine Beyhülfe bestimmet . Die Sicher - heit für die Einzelnen ist zugleich die Sicherheit für alle . Nichts ist natürlicher , als daß auch die Sorge . für die Einzelnen eine Sorge aller sey .
Als ich von dem Ocholmer Deich durchs jand nach Bredstcdt zurück fuhr , nahm ich meinen Weg durch das in diesen Gegenden berühmte Kirchdorf Langhorn . Man rechnet es eine halbe Meile lang , und ich fand es wirklich so . Die Hauser liegen zwar getrennt von einander , und bey jedem stehen die dazu gehörigen Wirtschaftsgebäude , aber doch sind sie nicht so zerstreut und von einander entfernt , wie sonsten in unser» Dörfern . Langhorn ist das volkreichste und
* größte