Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

größte Dorf , das wir , so viel ich weiß , in unfern Her . zogthümern haben . Aber eö ist auch begreiflich , wie es das ist , da e6 alle Einwohner in sich faßt , die zu ei . nem ziemlich großen Marfchkog gehören , der lang und schmal unmittelbar an der Geest liegt , auf dessen Ran - de sich das Dorf befindet . Die Menschen , die sonst getrennt in den Marschen wohnen , uni nahe bey ihren Aeckern zu seyn , haben hier ihre Wohnungen nahe bey einander hingebaut , weil jeder sein Land vor sich hat , und mit seinem Vieh auf dem hohen Boden in Sicherheit gegen die Fluthen ist . In dem Koge selbst wohnt dagegen niemand . Leben Sie recht wohl . 
Zwey und zwanzigster Brief . 
Die Tonderschen Marschen . Deiche . Aufschlickung gegen Nordwest . 
Tondern . 
Liebster Onkel . 
0estern Abend kam ich in Tondern , diesen artigen und durch seinen Spitzenhandel berühmten Ort , der noch jeho manche bemittelte Einwohner hat . Schon kine ziemliche Strecke vor der Stadt begegneten mir verschiedene Haufen von singenden Menschen , deren einige Musik bey sich hatten . Alle fröhlich und guter ^inge , einige mehr al6 das . Sie kamen vom Markte . In der Stadt selbst war noch alles gedrangt voll . Es verhalf mir zu einem bequemen jogiö , daß ich Pro - ftfsor zu Kiel war . Der Mann im Haufe hatte einen Sohn in Kiel studiren , und ein Profestor war nach fei» ner Porstellung ein Officier , der zu dem nemlicfyen giment gehört , wvbey fein Sohn stand . Daß ich 
seinen
	        
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