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Worte davon vorgesagt , die ich aber , weil ich doch damit nichts anzufangen weiß , nicht aufgeschrieben und nicht behalten habe .
lieber den Fleiß der hiesigen Menschen in der Marsch , und über die natürliche Wirkung des Fleißes , den Wohlstand , habe ich mich gefreut . Wo ich hin» fah , der reine Acker , das herrliche Vieh , die eben ge» haltnen Wege , die wohlgereinigten Zuggraben , die sten , bequemen Wohnungen , die Gärten , Gebäude , Hecken , Kleidung , Nahrung und Lebensart , ich mögte lagen , alles , was man hier sieht , kündigt Menschen flu , die sich in ihrem Thun und Wesen gefallen . Im Ackerbau geht ihr Fleiß bis zur eigentlichen Industrie . Der hiesige Marschboden giebt an Fruchtbarkeit , selbst dem Eyderstedtischen nur wenig nach . Das Land hat einen hohen Preis , der selbst ein Beweis ist , daß manS zu nutzen verstehe . Daher auch der große Hang zum Eindeichen , dessen ich letzt schon erwehnt habe . iK^iiim laßt man dem Groden Zeit , recht reif zu werden , und macht sich nichts aus einigen Ruthen Deichs mehr oder weniger , wenn man nur mehr Land einnehmen kann . Neulich ist wiederum ein neuer Kog eingefaßt , den man den neuen Dagobüller Kog nennt . Ich fand Stellen darinn , worauf noch kein Gras gewachsen war . Die Eindeichung war von einer Gesellschaft unternom« wen . Solche Unternehmungen sind hier vorlheilhast . Denn das neue Land findet Liebhaber genug , die es kaufen , und alsbenn Wohnungen darauf bauen . Mir ist versichert , Desmerciers , der , außer dem nach ihm genannten Kog im Bredstedtischen , noch einen andern auf Pellworn bedeichen lassen , habe , am Schluß des Licikativns - Prorocolls von dem letztern , '60 , 000 Rthlr . reinen Ueberschuß gehqbt . Aber die Begierde zu kaufen hat die Käufer auch zu weit geführt . Da6
I z Kaufgeld