Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

■ * 55 
Worte davon vorgesagt , die ich aber , weil ich doch damit nichts anzufangen weiß , nicht aufgeschrieben und nicht behalten habe . 
lieber den Fleiß der hiesigen Menschen in der Marsch , und über die natürliche Wirkung des Fleißes , den Wohlstand , habe ich mich gefreut . Wo ich hin» fah , der reine Acker , das herrliche Vieh , die eben ge» haltnen Wege , die wohlgereinigten Zuggraben , die sten , bequemen Wohnungen , die Gärten , Gebäude , Hecken , Kleidung , Nahrung und Lebensart , ich mögte lagen , alles , was man hier sieht , kündigt Menschen flu , die sich in ihrem Thun und Wesen gefallen . Im Ackerbau geht ihr Fleiß bis zur eigentlichen Industrie . Der hiesige Marschboden giebt an Fruchtbarkeit , selbst dem Eyderstedtischen nur wenig nach . Das Land hat einen hohen Preis , der selbst ein Beweis ist , daß manS zu nutzen verstehe . Daher auch der große Hang zum Eindeichen , dessen ich letzt schon erwehnt habe . iK^iiim laßt man dem Groden Zeit , recht reif zu werden , und macht sich nichts aus einigen Ruthen Deichs mehr oder weniger , wenn man nur mehr Land einnehmen kann . Neulich ist wiederum ein neuer Kog eingefaßt , den man den neuen Dagobüller Kog nennt . Ich fand Stellen darinn , worauf noch kein Gras gewachsen war . Die Eindeichung war von einer Gesellschaft unternom« wen . Solche Unternehmungen sind hier vorlheilhast . Denn das neue Land findet Liebhaber genug , die es kaufen , und alsbenn Wohnungen darauf bauen . Mir ist versichert , Desmerciers , der , außer dem nach ihm genannten Kog im Bredstedtischen , noch einen andern auf Pellworn bedeichen lassen , habe , am Schluß des Licikativns - Prorocolls von dem letztern , '60 , 000 Rthlr . reinen Ueberschuß gehqbt . Aber die Begierde zu kaufen hat die Käufer auch zu weit geführt . Da6 
I z Kaufgeld
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.