Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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Wenn wir einen Strich der Lange nach durch die Herzogthümer , durch die Theilungspnncte ziehen , wo das Wasser an einer Seite ostwärts , an der andern westwärts abfließt , und diesen als den höchsten Rücken des Landes ansehen , so geht selbiger weit naher an dem Ufer gegen die Ostsee , als an dem entgegen gesetzten . Eö ist eben so in Hollstein . Wenn man Wagrien , und den kleinen Theil von Stormarn , wovon das Was» ser in die Trave fällt , ausnimmt , so fließt das Wasser von den übrigen hinunter nach der Westseite in die Elbe und in die Eyder . Man kann noch dieß fügen , daß auch der Strich von Hügeln unserS Landes , die wir Berge nennen , naher an dem östlichen Ufer liegt , als an dem entgegen gesetzten . Eine Strecke in Iütland hinein ist es noch eben so . Aber weiter nach Norden scheint der Rücken des Landes , zwischen den Stiftern , Ripcn und Aarhuus , naher auf die Mitte zwischen den blydcn Meeren zu fallen . 
Warum keine Flüsse nach Osten laufen , ist eben daraus , weil das Meer an der Ostseite in Buchten hie und da , und ziemlich weit inS Land hinein tritt , von selbst begreiflich . 'Ein Land , das nicht von einer gros , fen Fläche ist , kann keine Flüsse haben , wenn die nen Bäche sich nicht vorher in ein gemeinschaftliches Bett vereinigen , eheste insMeerckommen , wovon auch Jüt - land ein Beyspiel ist . Aber daß hier in den Herzog - thümern die abhangige Seite des Landes gegen Westen länger ist , als die gegen Osten , ist etwas eigenes , was auch einen eigenen Grund entweder schon in der ersten Bildung des Landes , oder in seinen nachherigen Ver - Änderungen haben muß . Ich weiß mit diesem Ilm» stand allein noch nichts anzufangen . Phantasien über Wirklichkeiten mag ich wohl für mich allein haben , aber Nicht andern vorsagen . Vielleicht findet sich noch einS und das andere Datum mehr , das in Verbindung mit
	        
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