Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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die man laut dagegen zu reden zum Vorwand braucht . Mit wahren Gerechtsamen kann die Vernunft sich wohl vereiniqen , aber init den angemaßten kommt sie selten zum Vertrag . ' 
Von tVestherred an kommt die große Dünen« Strecke wieder zuni Vorschein , welche , von Calais an bis zu der Spiße von Jütland , langst dem festen Lande an der Nordsee fortlauft . Sie ist hie und da unterbrochen , findet sich aber hinter den Schleswigschen Inseln wieder , und liegt bey uns in Eyderstedt unmit« telbar an dem festen Lande . An der Westseite von Iüt - land lallst sie hinauf bis Skagen , auch unmittelbar am Lande . Die Dünen versetzen sich auch hier von sten nach Osten ins Land , wie in Eyderstedt , und haben eben die traurigen Folgen in größerm Maße , als dor« ten ; sie übersanden das Land . Außerhalb an dem chen breiten Sandstrande findet man auch hier unter dem Flugsand gute fruchtbare Erde , grabt Reste von Baumen auf , und hie uud da liegen gesunkene und im Sand begrabene Gehölze . Innerhalb der Dünen ist gleichfalls viel treffliches Marschland , das mit Sand , und einiges noch seit Menschen Andenken bedeckt ist . Man arbeitet dieser Sandfluth in etwas entgegen . Man sucht den Sand mit Sandpflanzen zu befestigen ; und der Nutzen davon ist an einzelnen Stellen unver - kennbar . Aber wenn man ans die Wirkung im Ganzen sieht , und dann in die Zukunft den Blick wirft , so muß man fürchten , der Mensch werde in dem Kampf mit der Natur unterliegen , kann er anders nicht seine Vertheidigunqsmittcl entweder verstärken oder ver - bessern . Man kann einen Trost darin finden , daß tteß Versenken nur langsam fortgeht . 
Mir fallt hierbey die Frage ein , wie schnell die Dünen wohl fortrücken ? Mir khut es leid , daß ich 
nicht
	        
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