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Es ist Zeit , daß ich diesen über langen Brief schließe . Ich bin : c . : c .
Fünf
fangs gedachte Verfasser will . Diese Voraussetzung ist wenigstens unnöthig . Auch thut man , wie ich meine , dem ausdrücklichen Zeugniß des Pliniu» ( B . Z7 . Kap . z . ) zu viel Gewalt an , wenn man leug« nen will , daß die Küste , woher Julian dem Kaiser ttero ( nicht zu Wasser , sondern zu Lande , ) Bern - stein verschaffte , die Küste der Ostsee , oder dasPreus« fische Ufer gewesen sey . Diese ist zu deutlich bczeich - net , ist auch sonst als Bernsteinküste den Römern bekannt gewesen , wie die vorher angeführte Stelle des Tacitus außer Zweifel setzt , pliniu« scheint an der letzten Stelle seiner Geschichte B - 37 - Kap . ? . diese beiden Rüsten für eine und viestlbe angese . hen zu haben . Wo Julian ( wahrscheinlich zu Lande ) hingekommen , und woher man den Bernstein hatte , der durch Deutschland den Römern zugeführt wurde , kann nach der Bezeichnung keine andere , als die Prelis« fische an der Ostsee seyn . plinius sagt , diese Küste sey neulich sehr bekannt geworden , ( percognitum nuper ) nachdem Julian ff< besucht hatte . Er redet . aber so davon , als sey sie die nemliche , wo die Rd» wer , als Germanicus mit seiner Flotte dagewesen , ( GermanicoCaefarc cla ( fibus idi rem agente ) eine V0N den dortigen Inseln Gleflariam genannt haben , die bey den Einwohnern Auftrania hieß . Die lektere ist sicher eine von den Inseln in der Nordsee gewesen . Es ist aus dem Taciru» ganz deutlich , ( Annal . 2 . Kap . 8 - und 23 . ) daß nur dahin die Flotte des Ger« manicus gekommen sey . Daraus folgr denn so viel , daß Römer ( nicht di : Phönizier und Carthagenien . ser ) beyve Bernsteinküsten besucht , aber ihre Ee« schichtschreibcr und Geographen sie nicht unterschie« den haben - Die preußische hat in der Folge die ^»mbriscbe in Vergessenheit gebracht , weil sie mehr Bernstein gab , als jene .
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