Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

und man kann auch wirklich sagen , daß da schon der Fluß anfange , ins Meer sich zu ergießen , wo die Fluth 'aufhört . Weiter zurück nach oben findet sich freylich auch Schlick , wo es deswegen auch Marschland giebt ; allein das ist nur vorzüglich dann , wenn die Flüsse voll sind ; weil alsdenn ihr Wasser trübe ist . Der Regel nach sind sie in dem obern Theil nicht so schlickreich , alö unten von der gedachten Stelle an . Dazu ist der oben sich ansetzende Schlick mehr sandig , und nicht völlig der fette Schlick der untern Marschen . Ferner findet man draußen in der See gewöhnlich keinen Schlick , obgleich das Seewasser sonst trübe ist bey je - dem etwas starken Winde , und in der Nordsee die meistenmale so ist , wegen der Bewegungen , die Ebbe und Fluth macht . Z . B . bey Helgoland , 6 Meilen von der Einmündung der Elbe und der Eyder hinaus , zeiget sich nichts vom Aufschlicken , oder von dem ge - wöhnlichen Sinken des Schlicks , wie es in der Elbe und Eyder jedesmal sichtbar ist , so bald das Fluthwas . ser sich zurück gezogen hat . Bey Cuxhaven ist schon weit weniger davon im Wasser , wenn alles übrige gleich ist , als bey Brunsbüttel , und bey Glückstadt , weil dort das Elbwasser mehr klares Seewasser ent - halt * ) . 
Diese 
* ) Die vorzüglich schlickreichste Stelle in unftrn Flüssen , laßt sich noch näher angeben . Diese geht nur so weit , als das Bett des Flusses Schlickgrund ist . . Dicß ist es aber weder so hoch hinauf , als die Fluth geht , noch so weit hinunter , als bis zur letzten Einmündung in die See . Bcy der Hirlerschanz in der Elbe , vier ^ Meilen über der Stör , ist das Elbwasser merklich klarer , als bey der ^tör und zu Glückstadt . Eben so ist es umcn bcy Cuxhaven schon nicht so schlickvoll als zu Brunsbüttel . In der Eyder giebt es bey St . Peter , wo der Strand sandig ist , und auch das Bett 
des
	        
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