Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

Jahren , wofür wir sicher 30 Jahre setzen können , die - selbe Flache auf 3 Fuß hoch . Laß es aber noch wem« ger seyn ; wo bleibt jene große Quantität Schlick , »vor« aus neue Marschen entstehen können ? 
Das hohe obere Land , welches sich diese Erde jährlich entziehen lasten muß , wird dennoch nicht sehr merklich erniedrigt . Es erhält nemlich wieder Erde aus der See zurück . Die Menschen holen Fische aus dem Wasser , und die Materie in diesen wird mittelbar oder unmittelbar wieder aufs feste Land gebracht . Das ungerechnet , so wird das feste Land schon durch die Ve« getation und Kultur erhöhet . Die Städte , die bewohnt sind , verHöhen ihren Grund , wie eben so bekannt als begreiflich ist . Die Hügel auf unferm urbaren Felde , die unterm Pflug sind , nehmen in vielen Iahren nicht so ab , daß mans merken könne . Sie werden nemlich durch den Dünger und durch die Erde der Pflanzen , die auf ihnen wachsen und verfaulen , wiederum het . So gar den Bergen wird durch die Pflanzen , deren Sadmen zu ihnen hinauf fliegen und die auf ih - nen fortkommen , leicht eben so viel wieder zugesetzt , als der Regen von ihnen abspühlt . Der Beharrungö - stand des festen Landes kann also jener jahrlichen Abga . be an Erde , die in den Flüssen hinunter geht , ohne» achtet , so ziemlich noch erhalten werden . 
Aber der Schlick , der herunter kommt , muß doch irgendwo sich ansetzen ; und am meisten an den äußern Enden der Flüsse und an dem nächsten Ufer , wo das Wasser ruhig genug dazu wird . Wir haben hier eine allgemeine immer wirkende Urfache zur Vergrößerung unserer Marschen ; und zur Erweiterung und Erhöhung der Ufer und der Watten . 
Die Folgen dieser Anhäufung des Schlicks in den untern Theilen der Flüsse , finden wir auch in der Er - 
fahrung
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.