rö5
hineingebracht , daselbst gesunken , und mit Sande vcr» mischt , und überzogen sei ) . Bey unruhiger Witterung muß das schlickführende Flußwasser ganz natürlich sei - nen Schlick weiter in die See hinaus bringen , ehe es 'hn fallen läßt ; und daselbst wird dieser dann fallen müssen , che die nächste Fluth ihn wieder zurück fuhrt , wenn die Bewegung des Wassers in der Zwischenzeit nachgelassen hat . Die Menge deö Sandes in der See aber kann machen , daß der so eben gesunkene Schlick bald damit überzogen , und dadurch so versteckt werde , daß der Schiffer mit seinem Senkblei ) nur selten Schlick - gründe antrifft .
Im Ganzen wirke demnach die Natur da - hin , unser festes Land zu ernieder , » , aber an fei - - nem äußern £Unde es auszudehnen , und zu er * rveirern . So haben auch alle Flüsse in der Welt ge - wirket . Dieß müssen wir ansehen als ein Streben der Natur , welches imnier und ununterbrochen fort - dauert , und das , so schwach und unmerklich eö auch in den kleinen einzelnen Zeittheilchen ist , dennoch in der lange der Zeit eine Wirkung haben muß , die in die Sinne fällt .
Aber es ist auch eine Ursache da , welche entgegen wirkt . Das Meer , die Stranden und die Watten , Zum Theil auch die Ufer , geben dem höhern festen jan - de etwas wieder zurück , nemlich Wasser und , was hier das vornehmste ist , Fische . Die Vegetation und die Kultur kann dem hohen festen Lande seine Höhe er» halten . Wenn eö bloß auf die Quantität der Mate - fie ankäme , so mögte eö vielleicht nicht schwer seyn , zu Zeigen , daß was aus der See und von den Watten wieder aufs höhere jand komint , nahe so viel wieder ersehe , als die Flüsse an Erde herunter spühlen . Die Qualität macht diese Behauptung bedenklicher . Denn
L z Fische