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Aber ein Strich von Steingrunde , der durch Jütland geht , lind zwar von Skagen an mitten durch , von Nordost zu Südost , durch die großen Heyden ( Als hebe ) , also fast durch den höchsten Theil des Landes * ) , ist eben so merkwürdig . Dazu kommt der Kalk - und Sandsteingrund auf Lureland in dem Lymfiord . Jener Steinstrich ist weiter zu Süden im Schleswig« schen gar nicht bemerkt ; aber in Eyderstedt geht durch die iLyder , zwischen Friedrichstadt und Tönningen , ein schmales Rif von Felsen , in einer Richtung , in der man ihn noch an andern Stellen in Eyderstedt und in Dithmarschen will gesunden haben , und nach der zu urtheilen , selbiger zu jenen Streifen in Jütland zu ge« hören scheint . Ist es nicht glaublich , daß sich dieser Steinstrich in der Tiese auch durch Schleswig erstrecke ? Und wenn das ist , so haben wir an ihm das Steins rif in dem alten Meer , an dem sich der Sand an beyden Seiten angeschlämmt , und der also unserer Halbinsel ihre Ausstreckung in die Lange bestimmt hat .
Diese Idee , daß unsere Halbinsel sich im Meer , wie eine Sandbank an einem Felsenrif , angelegt , und also im Wasser eine Sandbank , oder auch ein Strand von Sande gewesen sey , wird dadurch bestätiget , daß noch jeHo unsere Ufer an der See flach ablaufen , und
aus
Niederlande und Englands . 1786 . S . 14 . noch dcn Felsen , worauf das Schloß Venthein» liegt , genannt , an den ich nicht gedacht hatte . Ihm scheint dagegen der Bollberg in Jütland , und der Strich vom Lelsengrunde vurch Jütland , und in der der nicht bekannt gewesen zu seyn . Vielleicht giebt es also noch hie und da einige mehr in der Landstrecke , die ich oben bezeichnet habe .
* ) Danischer Atlaa Th . 4 . E . 24 . Th . 5 . S - 197 .