wahrt sind , die das Fluthwasser der See zurück halten ; wie weit hinein in unsere Geest müßten die Fluchen , insonderheit die hohen Sturmfluthen , nickt eindringen ? Die hohen Sandfelder können nicht überschwemmt werden . Das ist sicher . Aber wie weit hinein ins Land würden nicht alle niedrige Gegenden eingerissen und vom Seewasser verheeret werden ? Es läßt sich dar« aus die Vorstellung machen , wie es der Geest muß ge» gangen seyn bey der cimbrischen Wasserfluth , als man noch keine Damme , sicher keine Schleusen kannte . Die Marsch , ihre Deiche und die Schleusen sind eine wahre Vormauer vor der Geest . Wenn Rendsburg noch jetzo ein Seehaven wäre , und dann eine Sturm« siuth erfolgte , deren Wasser 13 Fuß über die gewöhn» liche Fluch aufliefe , so müßte eine große Strecke der Geest , noch oberhalb Rendsburg , in seinen nieder» Gründen überschwemmt , und ausgerissen werden * ) .
Wie
* ) Bey dem jetzigen Stande des Meers kann es durch keine Fluth mehr dahin kommen , daß aus derrvestsee Wasser in die Gstsee übertreten sollte . Die Flemho« der See , der Wasserbehälter zu unserm neuen Kanal , liegt 21 Fuß höher als die gewöhnliche Fluth in der Eyder bey Rendsburg , und 2Zz über die gewöhnliche Ebbe . So hoch geht keine Fl'th . ( Man sehe des Herrn Etatsraths Sruyn» Aufforderung , ur Tbeil« nchmung an dem Ranalbanvel . «784 ) Ich führe aus dieser genauen und zuverläßigen Beschreibung unsers Kanals noch folgende Nachrichten an , die sich auf die namrlicheLaqe unsers Landes beziehen Das Wasser in dem Llemhuver See steht 27% Fuß her , als das Wasser in dem Rieler Häven von der letzten Schleuse zu Holtenau . Dagegen 21 Fuß über die Höhe der gewöhnlichen Fluth , und 2Z^ Fuß über die Höhe dcr gewöhnlichen Ebbe in der Eyder , vor der Schleuse des Kanals 5»Rcnvsburg . Nimmt
man