Wie viel ist nicht wohl noch im Jahr 1634 , als Nord« strand unterging , von dem Torfmoor dieser Insel mit fortgerissen , und über unsere Warten zerstreuet , wo ihn jetzo Sand und Schlick bedeckt ?
Ueberhaupt deucht mich , die Torf , und Schlick« lagen , die wir bey uns antreffen , lassen sich sehr leicht dahin schaffen , wo wir sie finden , ohne daß man nach dem ersten Entstehen des Landes eine zwote außeror« dentliche Revolution annehmen dürfe ? Wo ein Torf« moor entsteht , wird ein dichter tonartiger Grund erfor - dert . Dieser Ton hat sich schon dahin legen können , ehe noch das Land aus dem Wasser kam ; hat sich aber auch nachher dahin fegen können durch die in die Nie« derungen frey aus - und eintretenden Fluthen , die so lange dahin ihren Schlamm getragen haben , bis sie sich selbst den Eingang verstopften . Eine solche Auf« schlickung geht geschwinde vor sich , wo daö Schlick« wasser in eingeschloßne Bassins treten kann , wie wir aus allen eingerißnen Bracken wissen " ) . In der Folge sind dieß stehende Wasser und Rümpfe gewor« den , worin Moore und Torf erzeugt sind , die sich nach» her weiter verbreitet haben . So sind ohne Zweifel die Polder in Holland entstanden , und die bey uns mit Moor überzogenen vielen Gegenden , auf deren Boden Schlick liegt . Nachher sind diefe Moore wiederum von den Fluthen weggerissen zu der Zeit , da noch keine Deiche und Schleusen waren , und in die Niedern genden gebracht , wo die See und die Flüsse dann wie -
verum
* ) In einer jVracke zu Brunsbüttel , die 1717 . ent - stund , war anfangs die Tiefe in der durchbrochnen Stelle über 60 Fuß . Diese war nachher so juge« schlickt , daß man mehr als Ein Fuß Schlick auf jedes Jahr rechnen konnte ,