angenomnien werden , wie sies doch wohl nicht sind , auch nicht sehr festen Grund hat , dennoch aber merk - würdig ist . Z . B . auf der Charte von 1240 . liegt zu Westen an den Dünen ein Ort , lVendingstadt , der nach der Tradition 600 Ruthen von der Westseite & * r Insel Sylt , wie diese 1651 . war , und an der die Dünen damals schon lagen , entfernt gewesen ist * ) . Angenommen , daß so weit die Dünen in 400 Iahren fortgerückt sind , , so haben wir für jedes Jahr gleichfalls anderthalb Ruthen , wie bey denen in Eydel stedt * * ) , Schließt man aber eben so bey dem verlvhrnen Süder» strand , und setzt voraus , daß die äußersten westlichen Dünen dieser Insel jeho bey Ording liegen , so würde freylich hier eine größere Geschwindigkeit von etwa vier Ruthen auf Ein Jahr heraus kommen .
Aber ist die Beobachtung über dieses Phänomen bestimmt und fest genug , um so ein Raisonnement tra - gen zu können ? oder bauen wir hier etwa auf Flug« fand ? Die Dünen , wovon wir wissen , daß sie fort - rücken , wie die Eyderstedtischen und die Iütlandischen , find nur schmale Streife von Sandbergen oder Sand , Hügeln , eine Viertelmeile höchstens breit . Ein hohrs^ einige Meilen breites Land , wie unsere Halbinsel ist , wird doch nicht leicht durch den Wind übeiweht wer - den können . Und davon hangt das Fortrücken der Dünen ab . Das ist schon ein Hauptumstand . Sind die Dünen anfangs breiter gewesen , so haben sie eher vom Winde ncch mehr aufgeweht , und vom Wasser einander gespühlt werden müssen , als es zum Fortrücken durch dasUebenvchcn des Windes hat kom - wen können .
M 3 Noch
* ) Zdankrvcrths Befchr . S . 89 -
* * ) Oben vier und zwanjigstcr Brief .