Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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Anderswo kann es anders sich verhalten haben . Äch sagte vorher , es fey glaublich , daß die alten Dü» nen bey Wendingstadt nach Sylt versetzet sind . Die kleinen schmalen Wasserströme , welche daö alte unbe - deichte Nordfriesland durchschnitten , haben innerhalb ^r Dünen leicht zuschlicken , und diesen dadurch den Weg zum Versetztwerden machen können . Eö ist der Analogie der Natur gemäß , daß auf West - und Nord - * wst , wo kein Schutz ist , die Dünen sich verliehren , dagegen zu Osten von ihnen Aufschlickung erfolgt . Kann man also erwarten , daß einige Dünen zerstreuet sind , wie es wohl gewiß so ist , so läßt sich auch erwar« daß einige fortgerückt sind . 
Am Ende ist also der Schluß aus dem Fortrücken der Dünen auf eine ehemalige weitere Erstreckung des iandes zu Westen ziemlich unsicher . Aber der Satz selbst , daß ehedem weiter hinaus zu Westen Sanddü» Nen gelegen haben , die jeßo nicht mehr da sind , ist noch immer sehr wahrscheinlich , und nach dem angeführten so sicher , als dergleichen Satze seyn können . 
Damit noch eine andere Wahrscheinlichkeit bunden , daß nemlich das jütische Riff , oder der Kimmen , wie es auch heißt , ehedem , auf eine Strecke hinaus , aus der Oberfläche des Wassers hervorgeragt Hab» , so kann man sich von dem Zustande der Westseite unserer Halbinsel , worin sie anfangs war , als sie aufs trockne kam , und von ihren Veränderungen bis auf die Zeit hin , da sie so aussah , als sie auf der Charte vom alten Nordfriesland gezeichnet ist , ein« ziemlich deutliche Vorstellung machen . Das gedachte Riff hat üuf etwan 30 Meilen hinaus zu Westen , an der Nord - feite , einen Steingrund * ) . Es sind auch versteinerte 
M 4 Baume 
* ) van Keulen groote Nieuwe Paskaart van de ge - beclc Nordzce .
	        
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