Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

An dem gedachten parallelen Landstrich hat zu West . und Nordwest die See gefpühlt und ihn ange - griffen . Master und Wind haben gewirkt , um ihn herunter zu bringen und zu schwächen . An der Ostseite hingegen , wo das Wasser ruhig war , und wo , zumal wenn auch ein Theil vom Jütischen Riff hervorgestan - den hat , sich ein innerer Meerbusen befand , mußte die Aufschljckung anfangen , so bald nur Schlickwasser da war . Und dieß Aufschlicken mußte sich über das ganze Bassin mehr gleichförmig verbreiten , als e6 jetzo ge« schieht . Das angeschlämmte jand blieb immer dem Dreyen Anfall des Wassers ausgesetzt , keine Kunst deck« te es gegen den Wellenschlag . Es konnte also srey allenthalben hin verbreitet werden . So entstund das aufgefchlickte Land , was in der Folge das alte Vloxbi friesland war . An und um die Sandinseln legte sich der Schlick , wie wahrscheinlich ein Theil von Eyder« siedt um den Sand , worauf Garding steht , sich gebil - det hat . Diese Ausschlickung braucht nicht Iahrtau« sende , sondern nur Jahrhunderte , und in der That nur einige Decennien , um so hohe Marschen zu machen , als die unsrigen sind . Die Vegetation auf einem neuen iand» in Gang zu bringen , mit Pflanzen und Bäumen e6 zu besetzen , und Heyden und Mooren * ) zu gen ; erfordert auch eine so ungeheure Reihe von Iah - 
ren nicht . - 
M 5 Von 
* ) Vcyspiele , die es beweisen , daß der Torf geschwinde wachst , hat Herr Delüc angeführt . ( Briefe über die Gesch . d . E . 124 . Br . ) Beyspiele , wie schnell die Anschlickung der Marschen vor sich gehe , haben wir in unserm Lande die Menge . In dreyßig Jahren kann ein großer Außendeich entstehen . Man sehe oben den szsten Brief .
	        
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