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mehr haben . Diese Höhe schätzt sie nicht gegen Ueber - schwemmungen von Sturmfluthen . Allein die Woh . nungen für Menschen und Vieh , und die wirthschastli - chen Gebäude liegen auf den so genannten Werften , wie in Eyderstedt . Das sind aufgeworfene Hügel , die iz bis 14 Fuß über die gewöhnliche Fluch hoch sind . Dahin reichen denn nur die allerhöchsten Finthen .
Es ist auch in andern Hinsichten zu bemerken , ' daß niemals die Fluthen in dem sreyen Meere so hoch steigen , als an dem Ufer des Landes . Dieß ist be - könnt , so gar von den täglichen und gewöhnlichen , die an den Inseln in der offenen See , zumal an den nen , weit niedriger auflaufen , als an dem festen Lande . Hier stauet sich nemlich das vom Winde ne Wasser mehr in die Höhe . Der Unterscheid kani» auf fünf bis sechs Fuß gehen , bey den höchsten Sturm« fluthen , ist bey den Mittlern nicht so groß , und bey den gewöhnlichen Fluthen noch geringer . Unsere Hallige liegen eigentlich noch auf unfern Watten , aber auch doch weit genug vom Lande ab , lim dem Fluthwasser den Ablauf frey zu lassen . Daher kann ihre Höhe von vier bis fünf Fuß über das gewöhnliche hohe Wasser , sie vor allen Fluthen sichern , die am festen Lande sieben bis acht darüber gehen . Von dergleichen 8>Uthen erfolgt kaum Eine jährlich .
Diese Hallige haben also keine größere Höhe , als Roch jeho unsere Außendeiche , zumal die breiten , an vielen Stellen haben . Sie haben also auch eben so . " g»t ,
worauf die Wohnung des Schafers steht , ist über i ? Fuß hoch . Die Fluch 1756 . war unten vurch dieß Haus gegangen , also 14 Fusi über die gewöhnliche , da sie an den Deichen , und in dm Aussen UM iL bis 19 Fuß höher gewesen ist .