Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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aber auch eher andern . Deichsand bricht an der Westseite ab . Die Außendeiche hören niemals auf , eil , Spiel der Ströme und der Wellen zu seyn . 
Hier liegt der große Außendeich , dessen ich er - wehnthabe , und dessen Eindeichung man jetzovorbe - reitet . So weit e6 bey den jetzigen Umstanden noch rathsam ist , ihn mit einem Deich zu umziehen , ist die Breite nur etwa eine Viertelmeile ; da , wo er am brei« testen ist , dagegen betragt die Länge an zwey Meilen . Es können nicht mehr als etwan 1650 Morgen mit einem Deich von 3500 Ruthen gewonnen werden . Man hat freylich aufDeichsand hinauslaufendes schma - les Land , das auch völlig reif ist . Aber die Ausbucht mit dem Deich zu machen , um solches zu umziehen , hieße das Land zu theuer kaufen . Wenn man jeho schon eine oder zwey von den , diesen schmalen Strich durchschneidenden , Rönnen zuschlagen will , so glaube ich , werde in wenigen Iahren noch vieles von dem jeho noch nicht hoch genug ausgeschlickten Lande die ge« hörige Höhe erhalten . Alsdann kann es rathsam wer« den , den Deich weiter hinauszulegen , und dem neuen Kog mehr Breite zu geben . 
Dieß große Außenland wird jeßo bloß zur Vieh« weide gebraucht . Sie ist vortrefflich an den Stellen , wo das Land hoch ist . Sie können sich einen Begriss von dessen Werth daraus machen , daß kS gooo Rthlr . in Kronen an Pacht trägt . Das Vieh muß aber je« desmal zur Tränke in die bedeichte Marsch hinein , wo die alten Wehlen , die jeho süßes Wasser haben , die Tränkstellcn sind . An warmen Tagen sieht man , wenn es Ebbe ist , zuweilen den größten Theil des hes auf den Watten am Wasser , und so gar im 
Wasser .
	        
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