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Aauzen an der Nordsee sagt , als hier auf dieser In« sel . Man mußte sich Hügel auswerfen , um die Woh« Hungen gegen die Fluchen in Sicherheit zu setzen . E6 fand kein Ackerbau Statt und keine Viehzucht , außer etwan Schafzucht . Man konnte hier k / in frisches Was« ser haben , wenns mcht in Gruben aufgefangenes Re« genwasier war ; und diefe Gruben mußte man ebenfalls auf den Hügeln bey den Wohnungen sich machen , oder , wenn man auf den Niedern Gründen solche graben »voll» te , sie mit Dämmen oder Deichen umziehen , weil sonst das salze Fiulhwasier in sie getreten seyn würde . Das Ilmdämmen aber haben die altern Bewohner wahr« scheinlich nicht gekannt . Ueberhaupt scheint es nicht , daß sich auf solchen Außendeichen an der See , die weit von der Geest entfernt gewesen sind , auf eine andere Art habe wohnen und leben lassen , als so , wie Pli« uiuS von den Käuzen sagt , daß sie da gelebet haben . Sie mußten sich bloß vom Fischfang ernähren .
Dennoch wird in den alten Chroniken vieles von dem Wohlstand in diesen Landern erzählt , von eben der Zeit her , da sie unbedeichte Außenlande gewesen sind . Man hatte Kapellen , man soll eine starke Viehzucht gehabt und sogar Gold und Silber besessen haben . Saxo der Grammatiker sagt von Frifia minori , das ist , von Nordfriesland , es sey ein kornreicher Acker und halte viel Vieh * ) .
Mich
* ) Man sehe Dankwerch Beschreib . 91 . und von Dith' Marschen die von Herrn Balten gesammelten Nach - richten in seiner Geschickte von Dirhmarscken . stet Th . Die Stelle des pliniu« . Naturgesch . B . 16 . Kap . 1 . verdient , daß man sie einmal nachlese . Sunt vcro et in teplentrione vifae nobis Cauchorum ( gen * tes ) qui maiores minoresque appcllantur . Vafto ib * meatu , bis dicrum notiiumque intervallis , effufu«
imnienfut»