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unterscheidet . Die Nordfriesen konnten Korn und Vieh haben , al6 sie ihre Länder schon mit Dämmen umzogen hatten , wenn sie gleich durch diese gegen die
höchsten
Sturmfluchen wirkt . Wir haben auch neuere Bei ) « spiele inderFluth von 1756 . gehabt , daß große Stücke vom Wiesenland , was auf Moor lag , durch das Wasser unten losgespühlt , und dann auf einmal auf« gehoben und von einer Stelle zu einer andern hinge - trieben sey , zugleich mit dem Vieh auf der Oberfläche - Einzelne Bäume und mehrere zusammen , deren Wu» zeln durch einander verflochten waren , sind in dieser Verbindung geblieben , und an einen andern Ort hin versetzt , und wiederum aufrecht zu stehen gekommen . Das letztere , die aufrechte Stellung in dem Wasser , ist am wenigsten zu verwundern . Ein ansehnlicher Klum« pen von Bäumen , die in ihren Wurzeln verbunden find , kann nicht einmal füglich in einer andern Lage schwimmen . Das einzige in der Romer Nachricht , was inir unwahrscheinlich ist , besteht darum , daß es große Inseln gewesen seyn sollen , und dann , wie schon gedacht , daß solches häufig geschehen sey . Sol« che Baumgruppen müssen nahe an dem Ufer der Geest gestanden haben , woran die Wellen zur Zeit der Fluth frey anschlagen konnten . So viel sieht man hieraus , und das macht die Nachricht bemerkenswerth , daß vor der Bedeichung der Marschen , auch die Geest großen Verheerungen von den Fluchen ausgesetzt wesen sey . Dann folgt auch dieß , daß man aus den Bäumen , die man unter dem Sande am Ufer der See ausgräbt , gar nicht schließen könne , daß Wälder an solchen Stellen gestanden haben . Das te Holz , was man aus dem Iüriscken Riff noch zu« weilen ausgräbt , Habe ich schon oben ( im zisten Briefs für eine sehr unsichere Anzeige gehalten , daß dieß Riff mir Wäldern besetzt ^gewesen sey , ob es gleich aus andern Gründen nicht unwahrscheinlich ist , daß dieser Landstrich ehedem mehr Höhe gehabt , und vielleicht gar über der Oberfläche der See gestanden habe .
WaS