" 2 I 3
Sechs und dreyßigster Brief .
Abbruch an dem Drunsbüttler Uftr . Der Abbruch an den Flüssen . Elbcharten .
Brunsbüttel .
Liebster Onkel .
V>eut , gestern und ehegestern habe ich mich ganz al« <y lein damit zu thun gemacht , den hiesigen Wasser - bau an der Elbe in seinem Detail zu studirett . Was wan hier maä ) t , und was man seit etwan dreyßig nen gemacht hat , das sehe ich nun wohl , aber ich mög - ke alich wissen , was man hätte machen sollen , oder " och jeßo sollte ? Dazu ist es vor allen Dingen Nt5» thig , nachzuforschen , wie und wodurch die Elbe an« Reift , die hier der Feind ist , gegen den man sich be , festigen will . Ich bin zu Wasser bis an die Stör hinauf gewesen , habe die Lage des Sttomö und des Ufers besehen , einen Oueerstrich über die Elbe gemacht , bis an eine jenseitige Sandbank , welche die Sagels - ( Galshörn auf der lVohlerfchen Charte ) heißt , und habe diesen Strich durch beständig daSLoth fallen lassen und die Tiefen aufgeschrieben . Die terung ist stürmisch mit Stoßregen gewesen bis heute , da ich die letzte Tour über die Elbe habe machen können .
Das stürmische Wetter hat mir schon ein paar« auf meiner Reise sehr interessante Scenen ver« schafft . Ich habe ehegestern wieder eine solche gehabt , die ich mit Vergnügen mich erinnern werde . Ich 3i»g zur Ebbezeit hinaus auf einem ehemaligen Höst , was jeho in einen großen Dickeldamm von Busch um« geändert ist , und sähe mich um in die See , als eben ein breites Regenschauer in Westen vor der Sonne aufzog , diese bedeckte , sich wie die Nacht über dem Meer
O 5 bettete ,