Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

seiner Bewegung ; es fließt also lieber anderswohin . Und dann endlich auf die Seiten des Bettes und die Ufer . Das Ufer , was widersteht , bringt den Strom von seiner ersten Richtung ab , und zwingt ihn , eine andere zu nehmen . 
Freylich sind dieß Bemerkungen , welche dieAnt» wort ans die obigen Fragen nur vorbereiten , sie selbst noch nicht geben . Denn sagen , das Bett und das Ufer bestimme die Richtung des Flusses , und dann wie - Verum sagen , die Richtung bestimme das Ufer , das muß wohl verstanden werden , wennS nicht das Ansehen von der fehlerhaften Art zu erklären haben soll , die man den Zirkel nennt , und die den Verstand schwind - licht macht , aber nicht aufklärt . Die Sache ist im Allgemeinen doch so schwer nicht . 
Das Bett und di * Ufer des Flusses sind , was die Wände an den Röhren oder Canalen sind , womit wir in unsern Stuben die Versuche machen . Wenn die Röhren gar nicht nachgeben , so versteht es sich , die Richtung in dem fließenden Wasser , wenn es aus ei» nem Durchschnitt in den andern tritt , richtet sich nach der Wand des Gefäßes . Die Richtung mag beydem Eintritt in einen bestimmten Schnitt gewesen seyn , wel» che sie wolle , so ist sie bey dem Austritt aus demselben so , wie sie durch die feste Wand der Röhre in diesem Schnitt bestimmt wird . 
Wenn dagegen das Wasser in einen Schnitt ein» tritt mit einer bestimmten Geschwindigkeit , und in ei« ner bestimmten Richtung , und man sehet , die Wand des Gefäßes in diesem Schnitt widerstehe gar nicht , schranke dessen iauf gar nicht ein , halte es nicht auf , und lenke es nicht ab , so ist begreiflich , es muß erfolgen , was tiach dem ersten Gesetz der Mechanik je» dem Körper widerfährt , wenn nichts von außen hinzu» 
kömmt ,
	        
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