Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

Seiten . Und die wirkliche Bewegung , falls jenes Streben nicht wiederum von außen ganz gehindert wird , erfolgt dahin , wo der Widerstand am ge» ringsten ist . 
Ich sage , gewissermaßen sey dieß etwas nes in der Bewegung des Flüssigen . Im Grunde ist das Princip allgemein , wie ich in den Grunde säyen der Dynamik bemerkt habe , die sich in meiner lateinischen Übersetzung der Drastischen Mechanik befinden . Aber das will ich hier übergehen . Auf Reisen sucht man ohnedieß wohl Stof zu Speculatio - neu ; nur zum Speculiren selbst ist man nicht recht aufgelegt . 
So viel , deucht mich , sey sehr begreiflich , daß die Richtung im Fluß nicht beym Austritt aus einem Schnitt dieselbe seyn könne , als sie beym Eintritt war , so bald etwas da ist , was auf den Strom ju einer dern Richtung hinwirket . Die Richtung hat nun eine Bestimmung von dem Bett und den Seiten erhalten . Allein ohne Action ist das nicht abgegangen , und bey der hat das nicht ganz widerstehende , zum Theil nach« gegeben . Das Ufer ist also verändert von der Rich - tung des Stroms , und hat diese dagegen wieder ge« ändert . 
Es ändert sich aber die Richtung eines Flusses , man kann sagen , immerfort , durch die immerfort sich ändernden Umstände in dem Widerstand , obgleich lich an einigen Stellen sehr langsam . Das ist an der großen Elbe so klar , wie an den kleinen Bachen . Ihr Gang ist niätt mehr , wie er auf den Charten beym Dankwerth steht . Seit dreyßig Iahren ist an eini« gen Stellen Abbruch entstanden , wo vorher AnwachS war , und umgekehrt . Unter allen Ursachen aber , die zu solchen Veränderungen Anlaß geben , wohin vor 
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