hat auch Beyspiele , aber nur bey leichten Deichen , daß sie vom Master weggeschoben sind . Und dann ist ja noch die Gefahr , worinn die Siehle und Schleuset» ge« rächen , nicht die kleinste . Allein wa» die letzt er« wähnten Zufalle betrifft , so kann man bey so guten Deichen , als die hiesigen sind , befinden sich ander« auch die Schleusen in guter Verfassung , ihrentwegen sicher schlafen , die Fluth tobe , wie sie wolle . Die unmittel« bare Gefahr hangt hier am meisten von dem ab , was die Wellen wirken . So ist e6 überall an der See und in den untern Theilen der breiten Flüsse . Der Strom untergräbt den Grund unserer Vestungswerke , aber allmahlig , nicht in einer Fluthjeit . Dieser Feind mag im Ganzen mehr zu schaffen machen , als der brausende und lärmende Wellenschlag . Er wirkt ohn Unterlaß , heimlich , in der Stille und in der Tiefe . ? lber der letztere greift mit Wuth an , lind auch mit Kraft und Nachsatz . Es ist mehr sinnreich als richtig gesagt , wenn Silberschlag die Sentenz hier anwendet , daß der sichtbare und prahlende Feind nicht so furchtbar sey , al» der heimliche
Man
* ) Herr Silbersiblag hatte in seiner Abhandlung vom xvassecba» an Strömen 1756 . S . 135 . die Kraft deS Wellenschlags fürchterlich hoch berechnet . In seiner - Hyvrorecknik ( Erst . T>h . 1772 . findet
er solche mich einer Formel , die ihm . Lambert mitge« theilt hatte , ( Lamberts Briefwechsel 2ter Brief S . 4 * <> ) so unbedeutend , daß er glaubt , auch gegen zehn Fuß hohe Wellen verlohne es sich der Mühe kaum , den Deich in der Dicke zu verstarken . Beyde Rech - nungsarten , die erste , wie die letztere , sind , nach inei« ner Einsicht , nicht zuverlässig . Die Gründe sind auch bey keiner deutlich entwickelt . Ich zweifle , ob unsere beste» Erddeiche gegen zehn Fuß hohe Wellen , auch nur Eine Fluth durch , Stand halten würden ? Ich habe es vorher angeführt von den starken Wester ,