Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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Wasserbau der Unterschied noch unerheblich zu seyn . Allein noch weiter oben hinauf über die Störe wird er ausfallend , wie die Schiffer sagen , die alle Tage die Elbe befahren . Darauf werde ich dann künftig selbst aufmerksam seyn . 
Geht man bloßen Beobachtungen nach , so findet sich in Hinsicht der Beschädigungen von den Wellen folgendes . 
Wenn der Deich ein grüneö Vorland hat , da6 drey bis vier Fuß höher ist , als die gewöhnliche Fluth , und noch 20 bis z o Ruthen breit ist , so braucht er bloß mit seiner Grasschwarte bedeckt zu seyn , und lei« det auch bey den stärksten Fluchen so viel wie nichts ; so gar nicht einmal an solchen Stellen , wo ein böftr Wind aufsteht . Das Vorlands wenn es die gedachte Höhe hat , kann so gar bis auf wenige Ruthen in der Breite weggehen , und die Beschädigungen werden noch nicht gefährlich , obgleich merklich» , Liegt aber der Deich unmittelbar an dem Watt , so ist seine jage üt dieser Hinsicht gefährlich . Das Vorland ist eine Vor« mauer des Deichs . Und das Watt ist wiederum eins Vormauer des grünen Vorlandes . Wenn das Watt nicht mehr , älsEin bis zweyFuß bey der gewöhnlichen Fluth unter Wasser steht , breit ist , sanft gegen dte Tiefe ablaust , und kein böser Wind darauf steht , f» halt sich das grüne Vorufer ziemlich gut . Aber wie das Watt abnimmt , niedriger und schmaler wird , diS Tiefe des Flusses sich annähert , so wird das grüne Vor« user wie abgeschält , daher dieß auch eine Abschälung genannt wird . Es kommt auf die Beschaffenheit der Erde an , ob diese Abschälung schneller oder langsamer fortgehe ? Aber ob sie geschehe oder nicht , hängt »ort der Beschaffenheit und den Veränderungen des Watts vorzüglich ab . 
Was
	        
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